Doch während Österreich über einen Nächtigungsrekord jubelt, fiel ein Teil der Sommersaison in Oberösterreich bisher wortwörtlich ins Wasser. Denn der verregnete Juli schreckte viele Gäste ab. Hochpreisige heimische Destinationen sind heuer hingegen gut ausgelastet, berichtet Tourismus-Sprecher Gerold Royda.
Die Zwischenbilanz zur Sommersaison löste bei den Touristikern große Freude aus: Die Nächtigungen zwischen Mai und Juli stiegen heuer um 1,3 Prozent auf den Rekord von 40,5 Millionen. In Oberösterreich gab es entgegen dem Trend jedoch ein Minus von 0,5 Prozent auf rund 2,9 Millionen Nächtigungen.
Last-Minute-Bucher fielen aus
„Die langfristigen Buchungen haben stattgefunden, aber die kurzfristigen sind ausgefallen. Der Grund war hundertprozentig der verregnete Juli“, erklärt Gerold Royda, Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer OÖ, den Rückgang. „Bei den Seen und beim Radtourismus spürt man die Witterung am meisten.“ Tatsächlich weisen auch das „Seenland“ Kärnten (-0,6 Prozent) sowie die Flächenbundesländer Niederösterreich (-1,5 Prozent) und die Steiermark (-0,3 Prozent) einen Rückgang auf.
„Wir müssen den Ganzjahrestourismus etablieren“
Royda ist aber optimistisch: „Die Ferien in Bayern haben sich von Juli auf August verschoben, wir rechnen schon noch mit Gästen.“ Denn neben den Einheimischen sind die Deutschen die wichtigsten Besucher unseres Bundeslandes.
Die hochpreisigen Destinationen haben durch- wegs gute Auslastung, Hotels ab 4 Sternen laufen ganz gut.
Gerold Royda, Obmann Tourismus in der WKOÖ
Bild: Sabine Kneidinger
Interessant ist ein Trend, den der Tourismus-Sprecher heuer feststellt: „Die hochpreisigen Destinationen haben gute Auslastung, Hotels ab 4 Sternen laufen gut“, so Royda, der betont: „Wir müssen den Ganzjahrestourismus in Oberösterreich etablieren, das wird die Zukunft.“ Dafür soll der Wander- und Radtourismus, aber auch die Kulinarik gestärkt werden.
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