05.02.2007 17:18 |

Herzinfarkt

Alfred Worm 61-jährig gestorben

Der Journalist Alfred Worm ist in der Nacht auf Montag gestorben. Wenige Tage, nachdem er die Auszeichnung zum "Journalisten des Jahres 2006" entgegengenommen hatte, erlag der 61-Jährige zu Hause einem Herzinfarkt.

Noch vor wenigen Tagen hatte Bundeskanzler Gusenbauer die Laudatio auf den "News"-Herausgeber und früheren Gemeinderat gehalten, der sich seinen Ruf als "unerbittlicher Enthüllungs- und Aufdeckungsjournalist" redlich verdient habe. Worm deckte den AKH-Skandal und viele andere auf und galt als "Wühlmaus der Nation", wie es das "profil" vor einigen Jahren formulierte.

Der "News"-Herausgeber war ein journalistischer Quereinsteiger: Ing. Alfred Worm kam am 14. Juni 1945 im niederösterreichischen Gmünd zur Welt und absolvierte an der HTL Mödling eine Ausbildung zum Tiefbauingenieur, die er 1964 abschloss. Er arbeitete zehn Jahre als Bauleiter in der Privatwirtschaft, bevor er 1974 zum "profil" ging, für das er, abgesehen von einem politischen Intermezzo bei der Wiener ÖVP in den 80er Jahren, bis zu seinem Wechsel zu "News" im Jahr 1994 recherchierte.

Im Vorjahr hat Worm für "News" die Top-Storys des Jahres - nämlich den Fall Natascha Kampusch und den Wirtschaftskrimi BAWAG - federführend gecovert und wurde dafür mit der Auszeichnung "Journalist des Jahres 2006" versehen. In einem Interview mit dem Branchenmagazin "Der Österreichische Journalist" wetterte der 61- Jährige gegen den ehemaligen BAWAG-Chef Helmut Elsner: "Im Vergleich zu mir ist der pumperlgesund." Von Pension wollte Worm trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustandes allerdings nichts wissen: Ich "gehe frühestens in 20 oder 30 Jahren in Pension".

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