29.01.2007 21:40 |

Über 100 Opfer

US-Kinderschänder zu 152 Jahren Haft verurteilt

Ein 65-jähriger Amerikaner, der mehr als 100 Buben in mehreren US-Staaten, Mexiko und Brasilien missbraucht haben soll, ist am Montag zu 152 Jahren Haft verurteilt wurden. Dean Schwartzmiller werde das Urteil eines Richters im kalifornischen San Jose vermutlich anfechten, berichtete die Zeitung "San Jose Mercury News".

Schwartzmiller war im September von einer Jury wegen Missbrauchs für schuldig befunden worden. In dem Prozess ging es um den monatelangen Missbrauch zweier Buben und den Besitz von Kinderpornografie.

Die Behörden gehen aber davon aus, dass Schwarztmiller seit den 60er Jahren weitaus mehr Verbrechen begangen hat. Bei seiner Festnahme in Kalifornien 2005 fanden die Ermittler im Haus des Mannes sieben Ringbücher, in denen er auf mehr als 1.000 Seiten Namen und Details über 36.000 sexuelle Kontakte mit Buben aufgelistet hatte. Die Polizei stellte zudem zahlreiche Ordner mit pornografischen Fotos Minderjähriger sicher.

Kinderschänder bezichtigt Opfer der Lüge
Schwartzmiller hatte ein langes Vorstrafenregister und war zuvor in mehreren US-Staaten wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden, befand sich dann aber wieder auf freiem Fuß. Während des Prozesses in Kalifornien wies der Mann jede Schuld von sich. Die Kinder würden lügen. Die Eintragungen in seinen Notizbüchern seien erfundene Geschichten. Die Sex-Fotos in seinem Haus gehörten nicht ihm, sondern einem Mitbewohner, so Schwartzmiller.