Mo, 16. Juli 2018

Turracher See

18.01.2018 17:49

Elitesoldaten proben Kampfeinsatz unter Eis

Sie suchen und bergen, klären auf und schützen vor Terror: Die Kampfschwimmer des Bundesheeres haben sich auf Einsätze unter lebensfeindlichen Bedingungen spezialisiert. Unter dem Eis des Turracher Sees proben die Elitesoldaten bei Kälte und Dunkelheit gemeinsam mit der deutschen Bundeswehr den Ernstfall. Geplant sind Kooperationen mit den Army Special Forces.

Minus sechs Grad Außentemperatur, Schneesturm, eisiges Wasser: Bei widrigsten Bedingungen sind am Donnerstag Soldaten des Jagdkommandos und der Pioniere ausgerückt. Ausgerüstet mit Nass- und Trockentauchanzügen sowie speziellen Atemgeräten lassen sich die Kampfschwimmer in die Tiefe gleiten, verschwinden in der Dunkelheit des Sees. "Es ist ein beklemmendes Gefühl – unter dem Eis hat man nicht die Möglichkeit, durchgängig aufzutauchen. Es ist eiskalt", schildert ein Elitesoldat.

Das Übungsszenario: Ein vereister Regler gibt zu viel Sauerstoff ab, der Taucher reagiert in Panik, verliert seinen Kameraden. "Panik kann tödlich sein!", mahnt ein Ausbildner. "Die Soldaten bewegen sich in lebensfeindlichem Umfeld, das müssen wir kompensieren. Das geht nur mit Technik, nicht mit Härte", sagt Michael Novotny, Leiter des militärischen Tauchdienstes. Je acht Soldaten in vier Teams sind für Einsätze im In- und Ausland abrufbereit.

Thomas Leitner, Kronen Zeitung

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