Mo, 23. Juli 2018

Woche wird intensiv

15.01.2018 23:08

Tamsweg: Vereinigte starten in ihre Woche

Der Ausnahmezustand in Tamsweg hat Tradition: Diese Woche gehört die Gemeinde ganz den Vereinigten. Am Montag startete die mehrtägige Zusammenkunft der Bruderschaft mit der Bärenvesper. Neben dem Junggesellenchef ist auch ein neuer Bischof im Amt. Im 281. Jahr nach Gründung ist alles lebendiger denn je.

Wenn die Junggesellen erstmals wieder trommeln, bekommt nicht nur Alt-Kommissär Max Kandolf Gänsehaut: Mit der Bärenvesper startete am Montag die Vereinigtenwoche. Drei erfahrene Junggesellen schlüpfen dann ins Fell. "Drei deshalb, weil es auch der religiösen Tradition nach für Zusammenhalt steht", erklären die Vereinigten, dass in der Bruderschaft alles einen tieferen Sinn hat. Ein neuer Bischof ist im Amt: Herwig Hutegger übergab an Andreas Widmayer, der zum Auftakt den Hirtenbrief verlas.

Der "Hohe Festtag" wird heute, Dienstag, zelebriert: Der amtierende Kommissär Reinhard Wieland und seine Vorgänger haben ihre Zylinder schon poliert. Beim Kirchgang treffen sich die Vereinigten schon in der Früh, dann wird in der Herberge beim Gambswirt festlich gespeist. Sollte es im Jahr einen Zwist zwischen Mitgliedern gegeben haben, kann er danach beim Hausieren beigelegt werden. Und beim Ball tanzen die 800 Vereinigten und ihr Anhang bis in die Nacht hinein.

"Früher hatten die Zünfte ihren Jahrtag", erzählt der frühere Kommissär, dass die Gründer aus einem Handwerk stammten, das keiner Zunft angehörte. Weil man eine Zusammenkunft wollte, suchten sie bei der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit um Gründungserlaubnis für eine Bruderschaft an.

Und sie ist in ihrem 281. Jahr lebendiger denn je: "Die Jungen wachsen rein", so Alt-Kommissär Kandolf. Das gilt auch für den neuen Präsis Kevin Herzog: Schon der Vater war früher ein g’standener Junggeselle.

Die Woche geht intensiv weiter: Beim "Maschgera" am Mittwoch gehen die Vereinigten maskiert eine Runde von Gasthof zu Gasthof. Kleine Aufführungen wurden einstudiert. "Es geht um das öffentliche Leben", informiert Kommissär Wieland. Die Einlagen bleiben bis zum Schluss Geheimnis.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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