Fr, 22. Juni 2018

Regionen aufwerten

04.01.2018 16:24

Mehr Entscheidungen vor Ort

Während in Oberösterreich über eine Zusammenlegung der Bezirkshauptmannschaften diskutiert worden ist, strebt Salzburg für 2018 eine gegenteilige Entwicklung an. Demnach will Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) die Standorte mit zusätzlichen Aufgaben aufwerten. Dezentralisierung ist das erklärte Ziel.

Möglichen Fusionsplänen innerhalb der Bezirkshauptmannschaften erteilt der dafür zuständige Landesrat Josef Schwaiger jetzt in der "Krone" eine klare Absage. Er plane vielmehr für 2018 die Aufgabenfelder der Verwaltung vor Ort auszudehnen. So hat die Landesregierung jetzt den Auftrag erteilt, die Wohnbeihilfe in Kombination mit der Mindestsicherung so zu harmonisieren, dass diese Aufgaben künftig in den den Regionen erledigt werden können und lediglich mit einem Antrag abzuarbeiten sind. "Dort gibt es eine große Nachfrage nach qualifizierten Arbeitsplätzen. Es gibt daher aus meiner Sicht keinen Grund, Aufgaben zu zentralisieren, die vor Ort wesentlich besser erledigt werden können", gibt Schwaiger die Stoßrichtung in der Verwaltung für 2018 vor. Dass größere Einheiten grundsätzlich wirtschaftlicher arbeiten, glaubt er nicht und führt die BH Tamsweg als Beispiel ins Feld. Es sei wichtig, dass Bürger auch weiterhin vor Ort einen Ansprechpartner haben, um in einem persönlichen Gespräch ihre Anliegen vortragen zu können.

Bezüglich der Kritik über unterschiedliche Gestaltung von Vollziehungen räumt er ein, dass es in der Vergangenheit zwar Beispiele gegeben habe, diese seien aber weitestgehend ausgeräumt. "Der Bezirkshauptmann vom Flachgau, Reinhold Mayer, hat sich als Vorsitzender der BH-Konferenz dieser Thematik zu meiner vollen Zufriedenheit angenommen."

Zu der laufenden Diskussion über den künftigen Standort der BH Salzburg - im Raum steht eine mögliche Verlegung nach Seekirchen - äußerst sich Schwaiger hingegen nur zurückhaltend: "Ich erwarte mir hier schon seit längerem ein geeignetes Konzept für ein neues Verwaltungszentrum in der Stadt. Auf mein Drängen hin hat die Regierung jetzt für Februar eine geeignete Entscheidungsgrundlage eingefordert."

Zwar sei das Thema so unmittelbar vor der Landtagswahl am 22. April wenig populär, räumt der ÖVP-Politiker ein, aber eine Verteilung auf 20 Standorte innerhalb der Stadt sei für eine moderne Verwaltung "einfach nicht zukunftsfähig".

Anna Dobler, Kronen Zeitung

Zitat - Schwaiger über Dezentralisierungs-Pläne

Je näher die Verwaltung beim Bürger ist, umso größer ist dann auch das Verständnis für die Entscheidungen.

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