21.12.2017 15:48 |

Steirischer Erfolg

AMS: Neue Chancen für Menschen mit Behinderung

Großer Erfolg für die oststeirische Chance B: Nach jahrelangem Lobbying wird es mehr AMS-Mittel für Menschen mit Behinderung geben, auch die neue Bundesregierung soll daran nichts ändern. Anders sieht es ja bei der "Aktion 20.000" für ältere Langzeitarbeitslose aus: Sie dürfte empfindlich reduziert werden.

Frauen und Über-50-Jährige zählen beispielsweise dazu - und jetzt auch Menschen mit Behinderung: Als bevorzugte Zielgruppe gibt es beim Arbeitsmarktservice für sie zweckgebundene Budgetmittel. Mit neun Millionen Euro sollen 1500 Personen einen Arbeitsplatz finden. Der jahrelange Einsatz des Sozialdienstleister Chance B hat sich gelohnt, die 2015 gestaltete Gleisdorfer Deklaration war eine Grundlage für die Entscheidung - übrigens eine der letzten Amtshandlungen von Ex-Sozialminister Alois Stöger (SPÖ).

Doch wird die neue ÖVP-FPÖ-Regierung daran festhalten? Die Zeichen stehen gut. Zum einen haben vor kurzem im Nationalrat alle Parteien einem Inklusionspaket zugestimmt, zum anderen heißt es im Regierungsprogramm, dass die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt forciert werden soll. Auch Chance-B-Geschäftsführerin Eva Skergeth-Lopič ist optimistisch. Für sie ist dieser Schritt wichtig: Während die allgemeine Arbeitslosigkeit sinkt, steigt sie bei den Menschen mit Behinderung.

Nur noch eine "Aktion 5000"
Ebenso ein "Sorgenkind" am Arbeitsmarkt ist die Generation 50+. Für sie wurde heuer die "Aktion 20.000" gestartet. 20.000 Langzeitarbeitslose sollten bei Gemeinden, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen eine geförderte Stelle bekommen. In der Pilotregion Deutschlandsberg-Voitsberg wurden bereits 226 Personen vermittelt. Doch die neue Regierung steigt auf die Bremse, geplant ist jetzt nur mehr eine "Aktion 5000", für die Steiermark wären das etwa 500 Jobs. Eine offizielle Mitteilung hat das AMS aber noch nicht erhalten. "Im Augenblick haben wir für 2018 ein Ziel und ein Budget, um in der Steiermark 2000 Plätze umzusetzen."

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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