13.12.2017 12:35 |

Aufreger-Preise

Mini-Studio in Wien für 1680 Euro

Der neueste Schmäh auf dem Wiener Privatmarkt: Das kurzzeitige Vermieten von Kammerln als Mini-Studios zum Wohnen - und das zu horrenden Preisen! Beispiel gefällig: 27 Quadratmeter beim Hauptbahnhof für 1680 Euro/Monat. Überhaupt: Für viele Wiener wird das eigene Zuhause immer mehr zur Kostenfalle.

Diese Woche schockte eine neue Studie jene Wiener, die auf dem privaten Sektor eine Wohnung suchen: Jede zweite Bleibe in dieser Stadt kostet mehr als 1000 Euro! Das geht, wie berichtet, aus dem aktuellen ImmoDEX des Online-Portals ImmobilienScout24 hervor. Die Betriebskosten sind bei diesen Zahlen noch nicht einmal eingerechnet. Nur rund jedes fünfte Zuhause war um 600 bis 800 Euro zu haben und etwa jedes sechste um 400 bis 600 Euro.

Wer sich aktuelle Anzeigen ansieht, kann dem nur zustimmen: Auch abseits der Mini-Studios sind fast nur noch überteuerte Wohnungen zu finden: 58 Quadratmeter, zwei Zimmer, in Margareten für 1044 Euro/Monat usw.

Die Wohnungslosenhilfe fordert deswegen ein einheitliches Mietrechtsgesetz. Elke Beermann, Bereichsleiterin von Hilfe in Not der Caritas und Vorstandsmitglied des Verbands: "Das Problem nicht leistbarer Mieten hat die Mittelschicht längst erreicht. Jeder fünfte Österreicher lebt heute in einer Wohnung, die mehr als ein Viertel seines Haushaltseinkommens verschlingt. Jeder Zehnte muss sogar knapp 40 Prozent des Einkommens ausgeben." Eine ihrer Forderungen, die von vielen Seiten immer wieder kommt: weg mit den vielen Befristungen. Denn am Ende steht vor allem eines: eine saftige Erhöhung der Miete, oder der Bewohner muss wieder raus.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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