Di, 21. August 2018

Verkehrsproblematik

07.11.2017 05:30

S-Bahn fährt nicht vor 2030 in Linzer Süden

Im Schritttempo fahren, stehen, warten - fast schon täglich grüßt an den Linzer Stadteinfahrten das "Stau-Murmeltier". Besonders im Süden wird die Situation immer prekärer. Denn obwohl das geplante Viertel in Ebelsberg in Zukunft noch mehr Autos auf die Straße bringen wird, ist keine Verkehrslösung in Sicht...

Wenn es - wie gestern, Montag - in den frühen Morgenstunden auf der A 1 von Wien kommend Richtung Linz scheppert, kaputte Fahrzeuge die eine oder andere Spur blockieren, ist das Verkehrschaos wieder mal vorprogrammiert. Der Autobahnanschluss zur A 7 ist daraufhin sofort verstopft und auch auf den Ausweichrouten über Asten und die Ebelsberger Umfahrung geht spätestens vorm Mona-Lisa-Tunnel nichts mehr.

Neue Trasse wäre nicht des Rätsels Lösung
Eine zweite Tunnelröhre scheint nicht umsetzbar, und auch eine neue Trasse über eine noch zu bauende Traunbrücke beim Jauckerbach sieht FP-Verkehrsstadtrat Markus Hein nicht als des Rätsels Lösung: "Das wäre eine Alternative, die das Nadelöhr nur noch weiter Richtung Stadt verlegen würde." Und auch in Sachen öffentlicher Verkehr sieht’s trist aus. Denn die S-Bahn, mit der man in wenigen Minuten von Pichling am Hauptbahnhof wäre, kommt laut Hein nicht vor 2030. "In Gesprächen mit den ÖBB wurde uns mitgeteilt, dass dies im Zuge des vierspurigen Ausbaus der Westbahn nicht früher realisierbar sein wird", so der FP-Verkehrsstadtrat.

Straßenbahn-Anbindung nicht ohne zweite Schienenachse
Von der seitens der ÖVP immer wieder geforderten Straßenbahn-Anbindung, die aber aufgrund der langen Fahrzeit ohnehin kein adäquater Ersatz wäre, hält er wenig: "Die neuralgischen Punkte sind Hauptbahnhof und Landstraße. Ohne die zweite Schienenachse würden wir noch mehr Fahrgäste in die Verkehrsproblemzonen führen."
Nicht nur deshalb pocht Hein auf seinen Vorschlag, eine Seilbahn durch Linz zu bauen (wir berichteten): "Auch wenn es als Utopie abgetan wird - Öffis unter der Erde zu errichten, ist viel zu kostspielig, also wird man wohl in die Luft gehen müssen!"

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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