Neues Skiparadies

Hinterstoder wächst in schneesichere Höhen

Der internationale Skiweltcup-Tross hat Hinterstoder verlassen, nun kann man sich dort wieder auf Weiterentwicklung und Zukunftssicherung des Skigebietes konzentrieren. Es soll mittels zweier Schlepplifte von derzeit 1850 auf etwa 2000 Meter Seehöhe wachsen, was mehr Schneesicherheit bringen wird. Die Umweltanwaltschaft ist allerdings noch recht skeptisch.

Das Projekt läuft unter dem Namen „Erweiterung im Bereich der so genannten Schafkögel“. Laut Ing. Helmut Holzinger von der Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG ist die Errichtung von zwei Schleppliften mit etwa 300 und 650 Metern Länge geplant, die das Skigebiet in größere Höhen, nämlich bis zur 2000er-Marke, erweitern: „Natürlich ist die Schneesicherheit, die man in dieser Höhenlage hat, für eine weitere positive Entwicklung unseres Unternehmens und für die gesamte Tourismusregion Pyhrn-Priel von großer Bedeutung“, so Holzinger. Denn bei einer Urlaubsentscheidung für einen Ort bzw. eine Region beurteile man sicherlich auch die Höhenlage des jeweiligen Skigebietes, betont er.

Pistenerweiterungen um 4,2 Hektar
Mit dem Bau der Schlepplifte sind natürlich auch Pistenneubauten verbunden, und zwar im Ausmaß von 4,2 Hektar: „Im Vergleich zum bestehenden Skigebiet mit einer Größe von 130 Hektar ist das wenig, stellt für uns aber eine sehr wichtige Angebotsverbesserung dar“, wirbt Direktor Holzinger.

Die Umweltanwaltschaft ist trotzdem recht skeptisch und setzt sich dafür ein, das Erweiterungsvorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterziehen. Denn die geplanten Maßnahmen würden „unmittelbar an das künftige Naturschutzgebiet Warschenek-Nord angrenzen, einen erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild darstellen und zu erheblich belastenden Auswirkungen auf die Umwelt führen…“

 

 

Foto: Chris Koller

Freitag, 14. Mai 2021
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