Mi, 26. September 2018

Bad Blumau

29.09.2017 18:27

Thermenort kämpft um seine Bankfiliale

Die Ausdünnung des steirischen Bankstellennetzes schreitet voran. Ein aktueller Fall: In der oststeirischen Thermengemeinde Bad Blumau soll die Raika-Filiale in drei Wochen zugesperrt werden. Die Gemeinde will sich aber mit Händen und Füßen wehren. Sie befürchtet auch einen touristischen Schaden.

Obwohl selbst Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Fürstenfeld, fühlte sich Bürgermeister Franz Handler Mitte September überrumpelt: Schon am 20. Oktober soll die Filiale Bad Blumau (ebenso jene in Loipersdorf) geschlossen werden. Es folgten ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss für den Erhalt, eine Unterschriftenaktion, viele politische Gespräche. Ein Teilerfolg: Der Bankomat bleibt vorerst.

Sein Abzug würde den Ort mit mehr als 200.000 Nächtigungen im Jahr stark treffen. "Die Gäste müssen zu Bargeld kommen, das gehört einfach zur Grundinfrastruktur", sagt Tourismusvorsitzende Maria Perl.

"Engagement für Vereine bleibt aufreicht"
Die Schließung erfolgt, obwohl die Raika Fürstenfeld wirtschaftlich erfolgreich dasteht. Geschäftsleiter Wolfgang Sommer begründet den Schritt gegenüber der "Krone" mit vermehrten gesetzlichen Vorgaben, wachsenden bürokratischen Hürden und digitalen Lösungen. "Das Engagement für die örtlichen Vereine und Schulen bleibt aufrecht", verspricht Sommer.

Die Gemeindevertreter planen nun eine Bürgerversammlung. Und sie stellen in Aussicht, dass viele Kunden ihr Bankkonto kündigen werden…

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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