So, 24. Juni 2018

"Krone"-Interview

22.09.2017 17:22

Gerhard Berger "will Haussegen nicht gefährden"

Lucas Auer muss am Wochenende in Spielberg im Kampf um den Titel punkten, erstmals gibt es keine Zusatzgewichte mehr. Ein Verdienst seines Onkels Gerhard Berger, der sich als DTM-Boss um die Serie kümmert - und um den Haussegen. Wie der Ex-Formel-1-Star verrät...

"Krone": Denken Sie manchmal: Warum habe ich mir den Job angetan?
Gerhard Berger: Es ist nichts dabei, das ich nicht erwartete, außer dass Mercedes gesagt hat, sie machen 2019 nicht mehr mit.

"Krone": Werden DTM oder Langstrecken-WM auf Dauer unter der Formel E leiden?
Berger: Für mich ist das nach wie vor kein Motorsport in dem Sinn, wenn ich im Rennen das Auto tausche. Ich verstehe aber, wenn Hersteller sagen, dort können wir unsere Entwicklungsvorgänge beschleunigen.

"Krone": BMW hat seinen Verbleib in der DTM bis nach 2018 angekündigt, Audi ist auch dabei - wird es 2019 nur noch zwei Hersteller geben?
Berger: Ich gehe davon aus, dass es wieder ein dritte Marke gibt, denke dabei in erster Linie an Premiummarken.

"Krone": Mit welchem Motor wird die DTM 2019 fahren?
Berger: Mit einem Vierzylinder-Turbo mit zwei Litern Hubraum und 600 PS.

"Krone": Sind Hersteller aus der WTCC interessant?
Berger: Das ist eigentlich ein ganz anderes Konzept. Das kann man nicht vermischen.

"Krone": Sind zwei große Tourenwagen-Serien nicht zu viel?
Berger: An der Spitze gibt's nur die DTM. Wir haben im Schnitt zwei Millionen Zuschauer im Fernsehen und 30.000 bis 40.000 Leute an der Strecke. Bei den anderen Serien ist ja niemand.

"Krone": Was kann die Formel 1 von der DTM lernen?
Berger: Einiges, nicht vorgewärmte Reifen und unsere Indy-Restarts sind ein Hammer.

"Krone": Wie groß ist die Titelchance von Lucas Auer?
Berger: Das ist in dieser Serie schwer zu sagen, da können noch so viele gewinnen.

"Krone": Nächster wichtiger Schritt für Lucas in die Formel 1?
Berger: Wenn der so fährt wie zu Saisonbeginn oder wie beim Sieg am Nürburgring, ist er Formel-1-Kandidat. Aber wenn er hinten ist, geh ich gar nicht hin. In Zandvoort hab ich mich so geärgert. Da weiß er, dass es gescheiter ist, er macht einen Bogen um mich. Und ich um ihn, denn ich will den Haussegen nicht gefährden.

"Krone": Profitiert er vom Onkel Gerhard Berger?
Berger: Er ist auf einem Niveau angelangt, wo man ihm gar nicht so helfen kann. Wenn du einmal Richtung Formel 1 gehst, geht es nur noch über die Leistung. Die muss er bringen, und das weiß er auch. Und das macht er zur Überraschung aller Experten super.

Stefan Burgstaller, Kronen Zeitung

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