So, 24. Juni 2018

Täglicher Weg

21.09.2017 23:30

Auto bleibt Favorit

Fahrrad oder Öffi - auf dem Weg in die Arbeit nehmen die meisten Salzburger dann doch lieber das Auto. Gut zwei Drittel aller Beschäftigten pendeln laut VCÖ-Statistik mit dem Wagen! Auffällig: Immer mehr Personen sitzen dabei allein im Auto. Außerdem sind knapp die Hälfte aller Auto-Wege kürzer als fünf Kilometer.

Derweil sind die Salzburger brave Radfahrer und fleißige Öffi-Nutzer. 1,4 Milliarden Kilometer werden pro Jahr allein mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Drahtesel oder per pedes zurück gelegt. Pro Person sind das 2700 "autolose" Kilometer im Jahr!

Salzburg: Hälfte aller Fahrstrecken ist unter fünf Kilometer

Aber es könnten noch mehr sein! Laut VCÖ-Analyse sitzen die Salzburger im Schnitt mehr als doppelt so viele Kilometer hinterm Steuer des Autos! Dabei ist knapp die Hälfte der zurück gelegten Autofahrstrecken nur unter fünf Kilometer kurz, das Potenzial für alternative Fortbewegungsmittel dafür durchaus gegeben. "Es können natürlich nicht alle kurze Autofahrten auf das Fahrrad verlagert werden. Aber wenn es eine gute Infrastruktur zum Radfahren gibt, kann zumindest ein Teil auf das Fahrrad umsteigen, was wesentlich zur Verringerung von Staus und schädlichen Stickoxid-Emissionen beitragen würde", spricht sich Expertin Ulla Rasmussen für mehr Radwege und bessere Öffi-Verbindungen aus.

Vor allem beim Weg in die Arbeit sind die Salzburger regelrechte Öffi-Muffel: 70 Prozent bevorzugen das Auto anstatt Rad oder Bus. Rasmussen plädiert auch für steuerliche Anreize, das Auto stehen zu lassen. "Stichwort Mobilitätsmanagement bei Firmen über 50 Mitarbeitern."

Besonders auffällig in Salzburg: Viele Pendler sitzen allein im Fahrzeug. Konkret kommen 116 Personen auf 100 Fahrzeuge. Rasmussen: "Die Zahl der Insassen in den Autos ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken!"

Max Grill, Kronen Zeitung

ZITAT - VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen:

"Viele Alltagswege werden zu Fuß oder mit dem Rad zurück gelegt. Aber Staus erinnern täglich daran, dass der Autoverkehr noch deutlich zu reduzieren ist."

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