Wegen VP-Postings

“Salafisten-Alarm” vor der Wahl

Österreich
15.09.2017 06:00

Für Wirbel sorgen Facebook-Einträge eines Gemeinderatskandidaten der ÖVP in Eisenstadt. Während die einen wegen geteilter Fotos des türkischstämmigen Unternehmers einen salafistischen Hintergrund vermuten, sieht die Volkspartei eine Schmutzkübelkampagne der politischen Gegner. Der Wahlkampf wird heiß.

Es sind Fotos der umstrittenen Koran-Verteiler vor dem Schloss Esterházy, Bilder von Präsident Erdoğan, die mit den Worten "Wir lieben dich, Meister" unterschrieben sind, oder Plakate, auf denen Allah verherrlicht wird, die derzeit für Aufregung oder zumindest für Befremden sorgen.

(Bild: "Krone")

Schmutzkübelkampagne?
Geteilt wurden sie im Internet von einem Gemeinderatskandidaten in Eisenstadt. Für Bürgermeister Thomas Steiner ist die Sache eine gezielte Kampagne politischer Gegner: "Dieser Mann steht voll und ganz hinter den Werten unserer Gesellschaft. Jeder, der ihn kennt, weiß, dass er rechtschaffener Unternehmer ist und ein Beispiel für gelungene Integration. Es ist traurig, dass im Wahlkampf so ein Schmutzkübel ausgeleert wird."

Die genauen Facebook-Einträge, so der Stadtchef, kenne er nicht: "Außerdem stammt der Text nicht von ihm, er hat es lediglich geteilt!"

Auch Plakate dieser Art wurden auf Facebook geteilt. (Bild: "Krone")
Auch Plakate dieser Art wurden auf Facebook geteilt.

"Ich verurteile alle radikalen Positionen"
Der Kandidat selbst sieht sich frei von jedem Zweifel: "Als österreichischer Staatsbürger bekenne ich mich voll und ganz zur Demokratie. Ich bin entschieden gegen das Vorgehen von Präsident Erdoğan und verurteile alle radikalen Positionen im Islam." Warum er trotzdem einschlägige Bilder teilt, bleibt allerdings offen.

Kronen Zeitung/red

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