07.12.2006 12:43 |

Gegen Rauchverbot

Trafikanten plädieren für "friedvolles" Miteinander

Im Kampf gegen absolutes Rauchverbot in Lokalen haben Raucher und Trafikanten am Donnerstag Unterstützung von Stefanie Werger bekommen. "Raucherhatz" und "Gehirnwäsche" lehne sie ab, so die Austropop-Sängerin in Wien. Das Bundesgremium der Tabaktrafikanten der Wirtschaftskammer Österreich präsentierte außerdem eine Studie, der zufolge sich nur 21 Prozent für ein völliges Verbot aussprachen.

Argumente, die für abgetrennte Bereiche sprechen, würden offensichtlich nicht mehr zählen, meinte Werger. "Nur mit Verboten wird man nichts erreichen oder nur Aggressionen auslösen. Es gibt keinen Dialog mehr, sondern nur noch Hass uns gegenüber", sagte sie.

"Auf diese Art kann mir keiner das Rauchen austreiben", meinte die Bauchautorin, die mit dem Werk "Ich rauche" ein Plädoyer für die Selbstbestimmung der Zigaretten-Anhänger geschrieben hat. Ab Montag wird in den österreichischen Trafiken eine Sonderedition verkauft, die den Rauchern eine Stimme und Argumente für die derzeitigen politischen Diskussionen verleihen soll, meinte Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums Tabaktrafikanten der Wirtschaftskammer Österreich.

Das Bundesgremmium präsentierte auch eine Studie, um ihre Argumente zu untermauern. Demnach sind 70 Prozent der Österreicher - vor allem Raucher - für abgetrennte, qualmfreie Bereiche in Lokalen. Ein generelles Rauchverbot befürworten hingegen nur 21 Prozent. Das Marktforschungsinstitut OGM interviewte dazu im November 1.001 Personen ab 18 Jahren. Laut fünf Prozent sollte der Griff zur Zigarette in Gastronomiebetrieben grundsätzlich erlaubt sein. 29 Prozent der Studienteilnehmer bezeichneten sich selbst als Raucher. 71 Prozent gaben an, nicht zum Glimmstängel zu greifen.

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