07.12.2006 12:23 |

Für kluge Köpfchen

Rainbow Six Vegas

Starautor Tom Clancy sieht rings um uns unzählige Gefahren lauern. Überall könnten sie schnell, verheerend und gnadenlos zuschlagen. Die Rede ist von diversen Terrororganisationen, die danach trachten, die USA in ihren Grundfesten zu erschüttern. Damit es soweit erst gar nicht kommt, gibt es die Spezialeinheit "Rainbow Six", deren Aufgabengebiet sich diesmal in der Glitzermetropole Las Vegas befindet.

Zu Beginn gilt es nach dem Absetzen durch den Helikopter die Teamkameraden zu treffen. Auf dem Weg dorthin kann man sich am besten ein wenig mit der Steuerung vertraut machen. Wichtig ist, wie auch schon bei den Vorgängern, die sich bietende Deckung sorgfältig auszunutzen und ja nicht blindlings und unmotiviert um die nächste Ecke zu laufen. Sollte einmal zuviel freie Fläche vorhanden sein, kann mit ein paar Rauchgranaten jedoch schnell Abhilfe geschaffen werden.

In Gebäuden ist es hingegen ratsam, erst einmal den Schalldämpfer aufzuschrauben, um während man durchs Haus schleicht nicht zu viele Terroristen aufzuschrecken. Vor dem Öffnen einer Tür nutzt der Profi natürlich zuerst seine Minikamera, die ihm ein Bild von der Situation dahinter verschafft. Aber keine Angst: Mit der Möglichkeit, sich in dieser Anfangsphase Tooltipps anzeigen zu lassen, gelingt der Einstieg in das Spiel relativ rasch und problemlos.

Nachdem die Teammitglieder aufgesammelt wurden, sieht man die augenscheinlichste Änderung - denn im Gegensatz zu den Vorgängern sind es deren nur mehr zwei. Dies ist allerdings kein Nachteil, da sich das Spiel mit nur zwei Wegbegleitern viel flotter spielt.

Allerdings dürften sie nicht die hellsten sein, da die KI mitunter dafür sorgt, dass sie unmotiviert ins gegnerische Feuer laufen. Da hilft dann nur mehr der Griff zum Medikit, um sie wieder auf die Beine zu bringen.

Wird man selbst getroffen, so wird das Bild verzerrt dargestellt. Jetzt besteht noch kurz die Möglichkeit, den eigenen Elitesoldaten rechtzeitig aus der Schusslinie zu befördern. Wem das nicht gelingt, der kann beim letzten Checkpoint, die jeweils relativ weitläufig verstreut sind, nochmals beginnen. Die Kameraden können nicht heilend eingreifen.

Während die Gegner anfangs noch recht einfach zu erledigen sind, ändert sich dies im Verlauf des Spiels drastisch. Dann nutzen sie nämlich selbst sehr gut die vorhandenen Schutzmöglichkeiten aus und es benötigt einiges an Können sie auszuschalten.

Optisch ist "Rainbow Six Vegas" ein wahrer Augenschmaus. Vor allem, wenn es zu einem Gefecht kommt und die Kugeln einem um die Ohren zischen und Einschusslöcher in der Wand hinterlassen oder die Rauchgranaten eine realistisch aussehendende Nebelwand verursachen, bleiben die restlichen Details, wie hervorragend aussehende und reflektiere Wasserlacken, fast sträflicherweise unbeachtet.

Diesen sehr guten technischen Eindruck trübt lediglich die nicht ganz so gelungene deutsche Sprachausgabe, während die sonstige Geräuschkulisse dem Niveau der grafischen Darstellung gleichkommt.

Fazit: "Rainbow Six Vegas" ist trotz der KI-Schwächen ein würdiger Vertreter der Serie. Gepaart mit den guten und komplex gestalteten Karten sorgt die exzellente Grafik für reichlich Spielspass. Somit ist der Taktik-Shooter nicht nur für Fans der Serie empfehlenswert.

Plattform: Xbox 360 (getestet), PC
Publisher: Ubisoft
Krone.at-Wertung: 89%

von Harald Kaplan

Freitag, 18. Juni 2021
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