So, 19. August 2018

Obersteiermark

17.08.2017 16:58

Nach der Katastrophe kehrt die Zuversicht zurück

Eine schreckliche Unwetter-Katastrophe war es, die Anfang August Teile der Obersteiermark heimsuchte. Dank der Hilfe von Einsatzorganisationen und der Bevölkerung befinden sich die betroffenen Regionen langsam, aber sicher auf dem Weg zur Normalität. Die Schäden sind unterschiedlich schwer und nach wie vor nicht zur Gänze behoben, doch in den Gemeinden herrscht Zuversicht.

Endlich können sie alle heimkehren, die Familien, die wegen des Unwetters ihr Zuhause verlassen mussten. Zumindest in Irdning-Donnersbachtal. In der obersteirischen Gemeinde sind derzeit noch 27 Bagger, 40 Lkw, über 50 Pioniere des Bundesheeres sowie unzählige Helfer täglich im Aufräumeinsatz. Der Bevölkerung ginge es "den Umständen entsprechend", erzählt Bürgermeister Herbert Gugganigg. Wichtig sei vor allem, dass nun die B 75 wieder von 5.30 bis 21 Uhr befahrbar ist, denn das bedeute auch, dass sich der regionale Tourismus auf den Almen erholen kann, wie der Bürgermeister sagt. Den Schaden schätzt er auf fünf bis sieben Millionen Euro.

Der Tourismus leidet
Einbruche im Tourismus hatte auch Oberwölz zu verzeichnen: Die gut 50 Prozent Verluste sind vor allem der Straßensperre von Oberzeiring nach Lachtal zu verdanken, die bis dato nicht aufgehoben werden konnte. Auch verschiedene Zufahrten rutschen nach wie vor, weshalb sie nicht mit dem Lkw befahren werden können. Besonders der Milchtransport leidet darunter.

Den einhundert Pionieren und den Hilfskräften steht noch viel Arbeit bevor, aber auch in Oberwölz erkennt Bürgermeister Johann Schmidhofer eine positive Grundstimmung. Immerhin konnten nur neun von den zweihundert evakuierten Personen noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Eine Schadenshöhe kann er noch nicht beziffern: "Die 21 Millionen Euro nach dem Unwetter 2011 wird es aber nicht übersteigen. Die 4,5 Millionen, die wir in Schutzbauten investiert haben, haben sich voll ausgezahlt."

260 Soldaten sind noch im Einsatz
Ebenso hart getroffen wurde Kobenz: Einige Häuser und das Rüsthaus wurden zerstört. Doch die Familien knien sich in die Renovierungsarbeiten, damit sie bald zurückkehren können, wie Bürgermeisterin Eva Leitold berichtet. Das Bundesheer und die Einsatzkräfte konnten bereits abziehen, alle Straßen sind befahrbar.

260 Soldatinnen und Soldaten werden in der gesamten Steiermark jedoch nach wie vor gebraucht. Laut Bundesheer werden sie noch eine Weile bleiben müssen. Zudem droht am Wochenende wieder heftiger Regen.

Hannah Michaeler und Jakob Traby, Kronen Zeitung

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