Honig-Liebhaber

DNA-Untersuchung zeigt: "Sattnitz-Bär" hat Bruder!

Erneut hat sich ein Bär im Rosental über Bienenstöcke hergemacht - die "Krone" berichtete. Der "Täter" soll laut Experten der "Sattnitz-Bär" gewesen sein, der wochenlang für Aufregung am gleichnamigen Gebirge bei Klagenfurt gesorgt hat. Interessantes Detail: Der Bär hat einen Bruder, der in Italien seine Fährte zieht.

DNA-mäßig ist der "Sattnitz-Bär" Kärntens Bärenanwalt Bernhard Gutleb bereits seit längerem bekannt: "Wissenschaftlich heißt er 'Ktn-08'." Es ist ein etwa vier Jahre alter Braunbär, der die Experten bereits zum Rätseln brachte. "Es konnte sehr viel DNA-Material von ihm sichergestellt werden. Auffällig war dabei jedoch, dass die Proben oft an sehr weit auseinanderliegenden Orten genommen wurden", erklärt Gutleb. Die "Zottel" können zwar große Strecken zurück legen, aber dieser wäre dann ein richtiger Marathonläufer gewesen.

DNA-Untersuchung zeigte Verwandtschaft
Laut DNA-Untersuchung stellte sich dann heraus: Es handelt sich um zwei Bären, um Brüder! "Zeitgleich wurden frische Proben auf dem Dobratsch sowie am Raibler See bei Tarvis gezogen", schildert der Bärenanwalt der "Krone". Auffällig ist laut Gutleb, dass beide Tiere eine Vorliebe für Honig entwickelt haben: "Das haben diese bestimmt von ihrer Mutter weitervererbt bekommen."

Einfangen oder nicht?
Nicht ausgeschlossen werden kann, dass beide Tiere bereits in Kärnten geboren wurden. "Es hat vor Jahren einmal Hinweise auf Nachwuchs gegeben", so der Experte. Unklar ist übrigens auch, wie viele Braunbären bereits tatsächlich in Kärntens Wäldern leben, da ein mehrfach von den Grünen angekündigtes Monitoring nie umgesetzt wurde. Im Falle des "Sattnitz-Bären" haben Politik und Naturschutz - wegen der Nähe zu Klagenfurt - angekündigt, das Tier einzufangen, was rechtlich geprüft wird.

Hannes Wallner, Kronen Zeitung

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