30.07.2017 22:05 |

Gefährlicher Fund

Opa hielt Granate in der Hand

Der erste Urlaubstag am Keutschacher See hätte für eine steirische Familie fatal ausgehen können. Ein Großvater wühlt im Schlamm, um seine neun Monate alte Enkeltochter, die mit ihrem Vater am Wasser sitzt, zum Lachen zu bringen. Plötzlich hält er anstelle einer Muschel eine Granate in der Hand . . .

"Eigentlich habe ich im seichten Wasser nach Muscheln gesucht. Ich dachte mir nur, das fühlt sich irgendwie eigenartig an", sagt Walter Pötsch.

Der Schuldirektor aus der Steiermark hat dann seinen Fund, eine Granate, aber nicht fallen gelassen, sondern vorsichtig auf den Steg gelegt. Seine neun Monate alte Enkeltochter und sein Sohn waren ja nur einen Meter entfernt gewesen.

Bis zum Eintreffen der Polizisten aus Reifnitz halfen Badegäste dabei, den Steg abzuriegeln.

Johannes Holler, Sprengstoffsachkundiger der Landespolizeidirektion, war in kürzester Zeit zur Stelle: "Solche Kriegsrelikte sind immer als scharf einzustufen. Wer so etwas sieht, darf das niemals anfassen. Liegen lassen und sofort die Polizei informieren."

Das Keutschacher Gemeindebad wurde großräumig abgesperrt. Badbetreiber Patrick Mayer meint geschockt: "Gott sei Dank ist unseren Gästen nichts passiert."

Fast zeitgleich, ebenso gegen 15 Uhr, wurde auch im Strandbad Pörtschach Kriegsrelikt-Alarm geschlagen. Ein Bootsbesitzer hat eine Sprenggranate im Wasser gesehen. Auch da wurde der Entminungsdienst angefordert.

von Gerlinde Schager, "Kärntner Krone"

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