28.11.2006 17:16 |

Dramatische Rettung

Tiroler rast mit Auto in den eiskalten Inn

Ein Unfall wie er sonst vor allem in Hollywoodfilmen vorkommt, hat sich in der Nacht auf Dienstag in der Tiroler Ortschaft Schwaz ereignet. Ein Mann war auf dem Heimweg von der Nachtschicht hinter dem Steuer seines Autos eingeschlafen. Er kam von der Straße ab, ratterte hundert Meter über eine Wiese und stürzte danach in den eiskalten Inn. Erst dort wurde der 37-Jährige wieder munter und konnte sich mit letzter Kraft retten.

Der Unglückspilot war kurz vor drei Uhr auf der Tiroler Bundesstraße unterwegs in seinen Heimatort Terfens, als ihn auf Höhe des Sportzentrums Schwaz der Schlaf übermannte. Den Höllenritt über die Wiese und in den Inn merkte der Schlafende gar nicht.

Die starke Strömung riss das Fahrzeug und den Insassen fast 200 Meter weit mit, ehe es auf einer Sandbank in der Mitte des Flusses stecken blieb. Erst dann gelang es dem total durchnässten Lenker, sich durch das Seitenfenster auf das Dach des Autos zu retten. Zuerst schlug er per Handy bei seiner Freundin Alarm, die zur Unfallstelle kam und die Einsatzkräfte verständigte.

Rettungsschwimmer im Einsatz
Wenig später war die Feuerwehr Schwaz mit sechs Fahrzeugen, einem Schlauchboot und 30 Mann vor Ort. Zwei Rettungsschwimmer brachten dem Tiroler, der etwa eine Stunde lang auf dem Autodach ausharren musste, eine Decke, beruhigten ihn so gut wie möglich und brachten ihn ans Ufer, wo ihn der Notarzt versorgte.

Unfalllenker kommt glimpflich davon
Zur Beobachtung ist der stark unterkühlte 37-Jährige ins Krankenhaus Schwaz gebracht worden, wo die Mediziner außerdem eine leichte Gerhirnerschütterung diagnostizierten. Danach war die Feuerwehr noch bis fast fünf Uhr beschäftigt, um mit einer Seilwinde das Wrack des Unfallautos zu bergen.

Weitere Bilder von der Unfallstelle findest du in der Diashow! Alle Fotos (c) Freiwillige Feuerwehr Schwaz

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