Di, 22. Jänner 2019

In der Steiermark

10.07.2017 15:44

Berg-und Naturwächter suchen Nachwuchs

Graz, Leoben, Bruck, Kapfenberg: Das sind die Städte, wo die steirische Berg- und Naturwacht am allerdringendsten Unterstützung bräuchte. Liebe zur Natur gehört für die Ausübung dieses wichtigen Ehrenamtes zur Grundvoraussetzung, die Ausbildung reicht von botanischen Schulungen bis hin zu rechtlichen Lehreinheiten. Besonders willkommen: junge Naturschützer und Frauen!

Etwa 100 unschöne Vorfälle brachte die steirische Berg- und Naturwacht im Vorjahr zur Anzeige. Die Palette der Vergehen ist breit: "Das geht von illegalen Einleitungen in Gewässer bis zum Ausgraben von geschützten Pflanzen", weiß der weiß-grüne Landesleiter Heinz Pretterhofer. Dabei ist das Abstrafen das Letzte, was die etwa 1500 aktiven Mitglieder machen möchten. "Aufklärung ist stets die oberste Prämisse", betont der 63-jährige Breitenauer.

"Möchtegern-Rambos" sind in der Berg- und Naturwacht unerwünscht, Liebe zur Natur wird hingegen als Grundvoraussetzung angesehen: "Zu unseren Kernaufgaben gehört, Naturschutzgebiete zu begehen und zu dokumentieren, wie sie sich verändern. Das machen wir im Auftrag des Landes", erzählt Pretterhofer. Auch die regelmäßige Begutachtung der gut 900 steirischen Naturdenkmäler gehört zur Routinearbeit eines Bergwächters, von denen man vor allem in den Städten mehr bräuchte: "In Graz beispielsweise gibt es verhältnismäßig viele Naturdenkmäler und Schutzgebiete, da würden wir uns über Nachwuchs schon sehr freuen", sagt der Landesleiter. "Das gleiche gilt für Bruck, Leoben oder etwa Kapfenberg."

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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