Offene Worte

“Nichts ging mehr!” Kahn spricht über Burn-out

Sport
26.06.2017 08:04
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Er galt als Innbegriff der Unverletzlichkeit, der archaischen Männlichkeit, der unbändigen Willenskraft - und doch hatte Super-Goalie Oliver Kahn seine schwachen Momente. "Nichts ging mehr", sprach der Ex-Titan am Sonntagabend bei TV-Lady Sandra Maischberger offen über seine Burn-out-Erfahrung.

Vor allem nach dem dramatisch verlorenen Champions-League-Finale mit Bayern München gegen Manchester United sei diese zum Vorschein gekommen. Er habe sich gedacht: "Wie schaffe ich es überhaupt, die Treppen im Haus hochzukommen?" Die Finalniederlage habe diese Symptome noch deutlich verschlimmert. "Nichts ging mehr", brachte es Kahn in der Sendung "Ich stelle mich" auf den Punkt. Seine körperliche und geistige Situation sei "fatal und gefährlich" gewesen.

Exzessives Erfolgsstreben macht krank
Kahn sei - nicht zuletzt wegen dieser Burnout-Erfahrung - zur Erkenntnis gekommen, dass das permanente, exzessive Streben nach Erfolg krank mache. "Damals habe ich gemerkt: So kannst du nicht weitermachen", so Kahn. Seine Familie, speziell sein Vater, habe ihm beim Überwinden dieser schwierigen Phase geholfen, sein Leben ein wenig umzustellen und in den Griff zu bekommen.

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