23.11.2006 12:46 |

Schlamm-Desaster

Schlamm aus Erdinnerem überflutet Dörfer

Im Frühjahr ist in der Nähe der Stadt Surabaya auf der indonesischen Insel Java bei der Probebohrung zur Ölförderung ein unterirdisches Schlammreservoir angestochen worden. Seitdem sprudelt eine heiße Masse aus fast 2.000 Metern Tiefe unkontrolliert aus dem Boden. 12.000 Menschen wurden bereits in die Flucht getrieben, und mehrere Dörfer versanken im Schlamm, der bereits eine Fläche von 400 Hektar bedeckt.

Bei einer schweren Gasexplosion in Surabaya sind nun acht Menschen ums Leben gekommen, 16 weitere wurden verletzt. Mehrere Menschen wurden vermisst. Ob ein Zusammenhang mit dem Schlamm-Desaster besteht, wird untersucht.

Die Explosion ereignete sich in einer Anlage der staatlichen Öl- und Gasfirma Pertamina und löste riesige Brände aus. Bei den Opfern handelt es sich um Soldaten und Experten, die seit Wochen daran arbeiten, die Schlammlawine ins Meer zu leiten.

Gas-Pipeline abgesunken?
Experten spekulierten, dass die Gas-Pipeline gebrochen sein könnte, weil das Terrain durch den hervorquellenden Schlamm absinkt. Die Explosion könnte auch von den hohen Temperaturen ausgelöst worden sein.