Neujahrs-Botschaft

Papst Leo XIV.: Gott lädt zu „Epoche des Friedens“

Ausland
01.01.2026 13:06

Am ersten Tag des neuen Jahres hat Papst Leo XIV. dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Gott lade zu einer „Epoche des Friedens und der Freundschaft zwischen allen Völkern“ ein, sagte das Kirchenoberhaupt beim Gebet am Petersplatz.

Ohne Sehnsucht nach dem Guten habe es keinen Sinn, „die Seiten des Kalenders umzublättern und unsere Terminkalender zu füllen“, erklärte der Pontifex. Und er betonte: „An diesem Tag beten wir alle gemeinsam für den Frieden: zuerst zwischen den Nationen, die von Konflikten und Not blutig gezeichnet sind, aber auch in unseren Häusern, in den Familien, die durch Gewalt und Leid verletzt wurden.“

Die Welt wird nicht durch Gewalt, Unterdrückung oder das Urteil über andere gerettet, sondern durch unermüdliches Bemühen, alle zu verstehen, zu vergeben, zu befreien und aufzunehmen – ohne Kalkül und ohne Angst, betonte der Papst am 59. Weltfriedenstag. Den Neujahrssegen spendete Leo XIV. heuer vom Päpstlichen Palast aus, er stand im berühmten Fenster im dritten Stock. 

Leo XIV. rief dazu auf, das neue Jahr als einen offenen Weg zu betrachten, den es zu entdecken gilt. Der Papst hob besonders die bedingungslose Liebe Gottes hervor, die sich „entwaffnet und entwaffnend, nackt und hilflos wie ein neugeborenes Kind in der Krippe“ zeige. Diese Haltung zeige, dass die Rettung der Welt nicht durch Gewalt, Verurteilung oder Unterdrückung geschehe, sondern durch Verständnis, Vergebung, Befreiung und Aufnahme aller Menschen.

Das Herz Jesu schlage „für jeden Mann und jede Frau“, betonte der Papst, „für diejenigen, die bereit sind, ihn aufzunehmen, wie die Hirten, und für diejenigen, die ihn nicht aufnehmen wollen.“ Abschließend forderte Leo XIV die Gläubigen auf, sich an der Krippe zu versammeln, als Symbol des „entwaffneten Friedens“. So könne man gestärkt in das neue Jahr starten.

Traditioneller Weltfriedenstag
Bereits Papst Paul VI. führte den Weltfriedenstag zu Neujahr 1968 ein, um angesichts des Wettrüstens zwischen Ost und West und zahlreicher Kriege den Frieden zu fördern. Seither veröffentlichen die Päpste stets eine besondere Botschaft zu diesem Tag. In der kirchlichen Liturgie wird der 1. Jänner zudem als „Hochfest der Gottesmutter Maria“ begangen.

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