23.11.2006 15:03 |

Company of Heroes

Company of Heroes

Die Anspannung, die unvorstellbare Angst in den Gesichtern, die wogenden Wellen, das dröhnende Geschützfeuer, die vorbeizischenden Kugeln und die Schreie der Getroffenen sind das typische Szenario für den D-Day, das, obwohl schon fast zu oft umgesetzt, doch immer wieder Beklemmung hervorruft.

Auch das Echtzeitstrategiespiel "Company of Heroes" spielt zur Zeit des 2. Weltkrieges und beginnt mit dem Sturm auf Omaha Beach. Ein eindrucksvolles Intro geht nahtlos in die erste Mission über, bei der eine gewisse Anzahl an Männern der zu spielenden Able Kompanie auf dem Strand vorrücken und dann die ersten Stellung der Achsenmächte ausschalten müssen.

Bevor man sich an die Absolvierung der sehr abwechslungsreich gestalteten Missionen, welche von der Gebäudesicherung über das Ausschalten diverser Stellungen bis hin zu Abwehr von Gegenangriffen reichen, macht, kann man sich mit Hilfe des gut umgesetzten Tutorials mit der Steuerung und den taktischen Möglichkeiten des Spiels vertraut machen.

Neben den verschiedenen Einheiten lassen sich natürlich auch mechanisierte Verbände befehligen. Wobei diese durch Aufrüstung etwa so umgerüstet werden können, dass den Weg versperrende Panzersperren, kein unüberwindbares Hindernis für die eigenen vorrückenden Panzer mehr darstellen.

Die Soldaten gewinnen durch erfolgreich absolvierte Gefechte Erfahrungspunkte. Der Kommandant erwirbt mit der Zeit zusätzliche Fähigkeiten, wie die Anforderung von dringend benötigter Artillerieunterstützung.

Ein Hauptaugenmerk liegt auf dem richtigen Management der verfügbaren Ressourcen Arbeitskraft, Munition und Treibstoff, wobei diese durch die Eroberung von Kontrollpunkten weiter aufgestockt werden sollten. In diesem Zusammenhang ist es auch besonders wichtig, einmal eroberte Gebiete zu halten. Denn sollte es dem Gegner gelingen ein Areal wieder unter seine Kontrolle zu bringen, so kommt es unweigerlich zu Problemen mit dem Nachschub, wodurch die Mission ernsthaft gefährdet wird.

Ein gewisses Maß an taktischer Analyse und Verständnis ist für "Company of Heroes" erforderlich, zu mal die KI recht ordentlich gelungen ist. Dies trifft auch auf die eigenen Einheiten zu, welche selbstständig Deckung suchen, wenn sie unter Beschuss geraten. Die verschiedenen Einheiten sind zudem gut ausbalanciert, so dass keine unfairen Vor- bzw. Nachteile während der sich dynamisch entwickelnden Gefechte entstehen.

Grafisch präsentiert sich "Company of Heroes" sehr atmosphärisch und detailverliebt. Es gehört damit zu den besten Vertretern des Genres. Akustisch wurde ebenfalls gute Arbeit geleistet.

Fazit: "Nicht schon wieder ein Echtzeitstrategiespiel mit dem 2. Weltkrieg als Schauplatz" war der erste Gedanke vor der Installation, der jedoch schon nach kurzer Einspielphase wie weggeblasen war, denn "Company of Heroes" ist aufgrund seines taktischen Tiefgangs und der tollen Grafik mit das beste Echtzeitstrategiespiel dieses Jahres.

Plattform: PC
Publisher: THQ
Krone.at-Wertung: 94%

von Harald Kaplan

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