Mi, 15. August 2018

"Wie bei Hitchcock!"

02.06.2017 07:11

Wilde Krähen greifen Besucher in Spitalspark an

"Es war wie bei Hitchcock, richtig zum Fürchten", sagt Ilse Zeizinger. Die 75-jährige Linzerin wurde im Therapiepark des Kepler-Klinikums von einer aggressiven Krähe verfolgt und attackiert. Nach mehreren ähnlichen Angriffen auf Passanten und Patienten musste der Spitalspark am Donnerstag behördlich gesperrt werden.

Ilse Zeizinger wurde am Dienstag, kurz nach 20 Uhr, von einer Krähe im Krankenhauspark attackiert, als sie dort kurz ausspannen wollte. "Der Vogel hat zuerst nur aggressiv geschrien - als ich dann geflüchtet bin, ist er mir bis über die Straße nachgeflogen und hat mich mehrmals angegriffen", erzählt die Pensionistin.

Erst als sie sich mit einer Badetasche verzweifelt zur Wehr setzte, habe die Krähe abgelassen. "Ich bin froh, dass sie mich nicht verletzt hat, in den Park werde ich jetzt längere Zeit nicht mehr gehen."

"Attackieren, sobald man ihnen den Rücken zukehrt"
Patient Erwin Demmelmayr konnte von seinem Balkon in der Schmerzstation mehrere Angriffe auf Parkbesucher beobachten. "Die Krähen haben die Leute vor allem dann attackiert, sobald sie ihnen den Rücken zugekehrt haben", sagt er.

Mehrere Parkbesucher seien im Kopfbereich angegriffen worden. "Ich habe ältere Frauen gesehen, die sind daraufhin in Panik weggerannt", so Demmelmayr. Klinikumsprecher Clemens Kukacka bestätigt die Angriffe: "Es gab mehrere Vorfälle, der Park musste auf Anraten der vogelkundlichen Station der Stadt Linz gesperrt werden."

Den Grund für die Attacken der Krähen erklärt Ornithologe Michael Lederer im "Krone"-Interview.

"Krone": Was macht die Krähenvögel gar so angriffslustig?
Michael Lederer: Sie wollen ihre Brut beschützen und auf diese Art ihr Revier verteidigen.

In welcher Form gehen Krähen auf Menschen los?
Sie fliegen von hinten auf die Köpfe der Leute zu und versuchen, diese mit den Krallen oder dem Schnabel zu erwischen.

Sind im Spitalspark Passanten verletzt worden?
Mir ist berichtet worden, dass sich angeblich zwei Opfer auch ärztlich behandeln haben lassen.

Wann ist mit einer Entspannung zu rechnen?
In etwa zwei bis drei Wochen sollte der Spuk vorbei sein.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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