Mo, 10. Dezember 2018

Zugeständnis an USA

24.05.2017 19:12

NATO tritt Koalition gegen Terrormiliz IS bei

Die NATO wird künftig deutlich stärker in den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat eingebunden. Nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur haben sich die Bündnisstaaten kurz vor dem Gipfel am Donnerstag darauf verständigt, dass die Militärallianz offiziell der von den USA geführten Anti-IS-Koalition beitritt. Lediglich eine direkte Beteiligung an Kampfeinsätzen soll vorerst ausgeschlossen bleiben.

Der von Washington 2014 ins Leben gerufenen Anti-IS-Koalition gehören derzeit 68 Mitglieder an, die sich auf unterschiedliche Weise am Kampf gegen die Dschihadisten in Syrien und im Irak beteiligen. Alle 28 Nato-Staaten sind bereits Mitglied, die Organisation selbst aber nicht - auch weil bei einigen arabischen Staaten der Koalition Vorbehalte gegen den Beitritt des westlichen Militärbündnisses gesehen wurden.

Trump forderte stärkeres Enmgagement der NATO
Mit einer offiziellen Bekanntgabe der Entscheidungen, der Koalition nun doch beizutreten, wird beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der NATO am Donnerstag gerechnet. Sie sollen sich noch einmal offiziell hinter den Beschluss stellen. Die Beschlüsse gelten vor allem als Zugeständnis an den neuen US-Präsidenten Donald Trump, der zuletzt immer wieder höhere Verteidigungsausgaben und ein stärkeres Engagement der Nato im Kampf gegen den internationalen Terrorismus gefordert hatte.

Einsatz von Awacs-Flugzeugen soll ausgeweitet werden
Mit dem Beschluss verbunden sind unter anderem Pläne zur Ausweitung des Einsatzes von Awacs-Flugzeugen der Allianz. Sie sollen künftig nicht nur zur Luftraumbeobachtung, sondern auch als fliegende Kommandozentralen zur Koordinierung des Luftverkehrs über Syrien und dem Irak eingesetzt werden können. Vorgesehen sind zudem die Benennung eines Anti-Terror-Koordinators und die Aufstockung des Ausbildungseinsatzes für Sicherheitskräfte im Irak.

Dass die NATO der Anti-IS-Koalition nicht schon früher beitrat, lag auch am Widerstand der deutschen Bundesregierung. Sie sah ein starkes NATO-Engagement in Ländern wie Syrien und dem Irak lange kritisch. Als Grund wurde genannt, dass ein Bündnisengagement die Konflikte in der Region verschärfen oder zumindest Friedensbemühungen erschweren könnte. Zudem sei die NATO-Mitgliedschaft in der Koalition ohne Mehrwert, weil die einzelnen NATO-Staaten bereits heute Mitglied seien, hieß es damals.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Raheem Sterling
ManCity-Star: „Medien befeuern Rassismus!“
Fußball International
„Error 404“
Nachgetreten! Dortmund erfindet Schalke-Logo neu
Fußball International
Spender gesucht
Plasma rettet Leben!
Gesund & Fit
20 Euro abgeknöpft
Junge Asylwerber überfallen Teenager auf Bahnhof
Oberösterreich
Betrogen, verlassen
Diese Stars erlebten in Schwangerschaft die Hölle
Video Stars & Society
Rapids Rasen-Problem
„Sonst kann ich gleich in er Landesliga spielen“
Fußball National
Bekannte Sponsoren
25-Milliarden-Angebot: FIFA entscheidet im März
Fußball International
3:1 nach Verlängerung
River Plate gewinnt Krimi um Copa Libertadores!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.