18.04.2017 12:08 |

Ernteausfälle drohen

Obst- und Weinbauern rüsten sich vor Frosteinbruch

Das darf doch nicht wahr sein: Nach der Frostkatastrophe 2016 drohen den österreichischen Obst- und Weinbauern heuer erneut riesige Ausfälle durch die kommenden kalten Nächte. Während man im Süden Österreichs noch hofft, soll es im Südosten Freitagfrüh bis zu minus drei Grad geben. In Teilen von Österreichs drohen sogar bis zu minus zehn Grad.

"Leider droht beim Frost ein ähnliches Szenario wie 2016", überbringt ZAMG-Meteorologe Albert Sudy die alarmierende Botschaft. Am Dienstag schneit und regnet es immer wieder von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich und in der Obersteiermark.

Im Westen Österreichs sinkt die Schneefallgrenze bis Donnerstag auf 400 Meter Seehöhe. Im Süden, wo die Bauern seit Wochen auf Regen warten, soll es vorerst nur ein paar Schauer geben, am Sonntag vielleicht endlich kräftigeren Niederschlag.

Bis zu minus sieben Grad
Die Temperaturen sinken gefährlich ab - mit dem Tiefpunkt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. "Da klart es voraussichtlich auf, und wir erwarten inneralpin minus sieben Grad", erklärt Sudy. Für den Osten Österreichs zeichnen sich bis zu minus vier Grad ab - verheerende Aussichten für die leidgeplagte Obst- und Weinbauregion, wo viele Bauern schon 2016 riesige Ausfälle hatten.

Winzer sind gewappnet
Um dem Schaden entgegenzuwirken, werden von den heimischen Winzern Strohballen in den Weingärten angezündet. Der dadurch entstehende Rauch soll die Reben vor den Minusgraden schützen. "Schon im Vorjahr waren wir eine Woche im Einsatz und haben insgesamt 20.000 Kilogramm Stroh angezündet, um unsere Reben vor der Kälte zu schützen. Auch heuer sind wir wieder auf die Kälte gefasst", so Winzer Clemens Rehrl vom Weingut Rehrl-Fischer in der Wachau zu krone.at.

Erwartet wird der Frost vor allem in tiefen Lagen, da sich die Kälte in den Tälern hält. Die Gefahr eines Ernteverlustes sei hoch, da die Reben bereits weit ausgetrieben sind.

Obstbauern ergreifen individuelle Maßnahmen
Frostschützende Maßnahmen ergreifen auch die niederösterreichischen Obstbauern. "Die Obstbauern wollen individuell auf die Witterung reagieren", sagte der Obmann der Wachauer Marillenbauern, Franz Reisinger, zum ORF.

Viele der Bauern mähen das Gras unter den Obstbäumen ganz kurz ab, sodass die Wärme aus dem Boden auf die Bäume strahlen kann. Außerdem wird mit Frostschutzkerzen, die unter den Bäumen aufgestellt werden und Wärme spenden sollen, gearbeitet.

 krone.at
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