09.04.2017 18:54 |

"Leben geht weiter"

Tiroler erlebte Anschlag in Stockholm hautnah mit

Während Trauernde vor dem Kaufhaus "Åhléns City" in Stockholm der vier Opfer des Anschlags gedenken, verbringt Georg Taschner (50) aus Zirl mit seiner Familien in Schwedens Hauptstadt einen Tag im Zoo. "Das Leben muss weitergehen", meint der Auswanderer, der nur 200 Meter vom Anschlagsort entfernt arbeitet...

Als am Freitag Nachmittag nahe des Stockholmer Hauptbahnhofes ein Lkw erst in eine Menschenmenge raste und anschließend in das Kaufhaus "Åhléns City" donnerte, war Georg Taschner im rund 200 Meter entfernten "World Trade Center" gerade damit beschäftigt, die letzten Arbeiten für den Tag zu erledigen. Der gebürtige Zirler, der seit 25 Jahren in der schwedischen Hauptstadt lebt und dort eine kleine Familie gegründet hat, ist im 6000 Menschen fassenden Komplex unter anderem für die Sicherheit zuständig. "Eine Mitarbeiterin kam plötzlich in unser Büro gelaufen und informierte uns, was gerade geschehen war", erinnert sich der 50-Jährige mit Schaudern an die Horror-Meldung zurück. Drei Stunden mussten der Tiroler und seine Kollegen im Gebäude ausharren. "Wir bekamen natürlich über Fernsehsendungen mit, was sich unweit von uns abspielte", erzählt der Auswanderer der "Krone".

Andere Mutter kümmerte sich um Sohn

Eigentlich sollte Taschner an diesem Nachmittag seinen fünfjährigen Sohn Calle vom Kindergarten abholen. "Doch ich hatte natürlich keine Chance zu ihm zu gelangen." Die Mutter eines Freundes kümmerte sich um den Sprössling des Zirlers und brachte ihn nach Hause. "Den Kleinen wurde im Kindergarten lediglich gesagt, dass es einen größeren Verkehrsunfall gegeben hatte", erzählt der Familienvater.

Menschen schließen sich nicht zu Hause ein

Den Tag nach dem kaltblütigen Anschlag verbrachten Georg, seine Frau Anna und der kleine Calle im Zoo. "Ich habe den Eindruck, dass heute besonders viele Menschen hier sind. Man merkt in Stockholm zwar, dass der Anschlag die Menschen sehr mitgenommen hat, aber es schließt sich niemand zu Hause ein", weiß der Schweden-Liebhaber. Und das ist wohl gut so - denn das Leben muss trotz des Anschlags weitergehen.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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