04.04.2017 16:52 |

Klares Signal

"Bei Rot-Blau siegen die SPÖ und die FPÖ"

Es ist kaum Zufall, sondern weist auf strategische Absicht hin: Nach dem wochenlangen Tief der SPÖ-ÖVP-Koalition ist aus der Zentrale von Landeshauptmann Hans Niessl eine aktuelle Umfrage durchgesickert. Demnach werden dem SPÖ-FPÖ-Modell im Burgenland absolute Traumwerte für diese Regierungsform attestiert.

73 Prozent der Burgenländer bewerten aus heutiger Sicht die Entscheidung von Landeshauptmann Niessl, eine rot-blaue Koalition eingegangen zu sein, als richtig. In den Detailfragen sagen im Burgenland 83 Prozent der SPÖ-Wähler, dass die rot-blaue Koalition eine gelungene Vorgangsweise ist. Bei der FPÖ befürworten sogar 94 Prozent die politische Partnerschaft mit den Sozialdemokraten.

"Streitereien auf offener Bühne lehnen wir ab"
Auf hohe Zustimmung stößt auch die generelle Bewertung der SPÖ-FPÖ-Landesregierung. So sagen 69 Prozent der SPÖ-Wähler, dass die Regierung sehr gute Arbeit leiste. Dieser Meinung sind auch 47 Prozent der FPÖ-Wähler. Das sind die Ergebnisse einer im März durchgeführten Meinungsumfrage von TrendCom (800 Befragte).

"Bei Rot-Blau siegen die SPÖ und die FPÖ", ist der in aller Kürze zusammengefasste Befund von Burgenlands SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax. Landeshauptmann Niessl, dessen Arbeit in dieser Umfrage auch sehr gute Persönlichkeitswerte einfahren kann, fühlt sich in seiner parteiintern nicht unumstrittenen Koalitionsentscheidung bestätigt. "Die Burgenländer sind mit der rot-blauen Koalition sehr zufrieden. Bei uns steht Sacharbeit an erster Stelle, ständige Streitereien auf offener Politbühne lehnen wir ab", erklärte Niessl dazu der "Krone" am Dienstag.

Den Erfolg seiner Regierung führt Niessl auch darauf zurück, "dass wir sehr stark auf das Thema Sicherheit gesetzt haben". Der Landeshauptmann ergänzend an die Adresse seiner Partei: "Das Thema Sicherheit nicht ernst zu nehmen halte ich für einen Riesenfehler. Das sehen in der SPÖ leider nicht alle so."

Sensationelle Werte für Doskozil und Kurz
Aus der Umfrage geht auch hervor, dass im Burgenland Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) enorm hohes Vertrauen und "unfassbar gute Werte" aufweist. Ebenfalls sensationelle Beliebtheitswerte hat im Burgenland Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Kommentar: Alternativlos
Eva Glawischnigs zerstrittenes Häuflein ist ein grünes Elend. Die NEOS mögen sympathisch sein, aber große Kraft entwickelt die Truppe von Matthias Strolz nicht mehr. Und nach den rot-schwarzen Desasterwochen können nur Sadomasochisten eine Fortsetzung der Koalition zwischen SPÖ und ÖVP attraktiv finden. Wenn Bundeskanzler Christian Kern sich also unbedingt auf dem Kanzlersessel halten will, bleibt ihm - sollte er die Wahlen halbwegs überstehen - die FPÖ als einzige Alternative.

Claus Pándi, Kronen Zeitung

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