Sa, 21. Juli 2018

Anstieg um 15%

26.03.2017 18:29

Die Briten gehen - und wir zahlen 400 Mio. € mehr

400 Millionen Euro - diese horrende Summe muss Österreich aufgrund des Ausstiegs der Briten aus der EU nun mehr nach Brüssel zahlen. Das bedeutet einen Zuwachs um 15 Prozent im Vergleich zu den bisherigen Zahlungen. Neben Österreich sind auch Deutschland, Schweden und die Niederlande derart stark von einer Erhöhung betroffen.

Wie der "Standard" am Sonntag berichtete, hätten die oben genannten Länder eine Vergünstigung bei den Beitragszahlungen genossen. Dies falle mit dem Brexit nun jedoch weg, was dazu führe, dass die vier Staaten überproportional vom Abgang der Briten betroffen sind. So steige der Nettobeitrag der 23 EU-Länder ohne Sonderregelung um "nur" acht Prozent. Österreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande müssten hingegen einen fast doppelt so hohen Anstieg berappen. Wie das Berliner Jacques-Delors-Institut berechnete, müsse allein Österreich fast 400 Millionen Euro mehr zahlen.

Herausforderung für Sparprogramm
Die Verhandlungen zum EU-Haushalt gestalten sich durch die aktuelle Lage somit noch schwieriger. Außenminister Sebastian Kurz hatte bereits Anfang März ein radikales Sparprogramm ausarbeiten lassen, das er der EU während Österreichs EU-Ratsvorsitz in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres vorlegen will. Eine Erhöhung von Österreichs Nettobeitragszahlung wollte er trotz Brexit jedenfalls verhindern.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.