Sa, 18. August 2018

12 Monate bedingt

16.03.2017 08:39

Kalb starb elend: Bauer in Krems verurteilt

Absurd, von Tierliebe zu sprechen und gleichzeitig von seinem geschätzten Bruder, wenn just der wegen Tierquälerei angeklagt ist. Denn der Mann, der im Auftrag seines Bruders Rinder betreut, ließ laut Anklage ein Kalb leiden, bis es verendete. Schuldspruch, nicht rechtskräftig, in Krems.

Hunger und Durst soll der Stier gelitten haben, wundgelegen sein soll er auch. Der 16-fach vorbestrafte Angeklagte will davon nichts wissen. Er sagt, er habe das Tier von der Weide in den Stall geholt, weil es von einem anderen verletzt wurde. Am nächsten Tag sei der Stier nicht aufgestanden, zwei Tage später habe er den Tierarzt gerufen. Einschläfern, riet der: "Aber es hieß, man wolle ihn behandeln. Dem hat nichts widersprochen."

Zwölf Monate bedingt und Geldstrafe
Das Kalb lag also etwa einen Monat im Stall. Laut Angeklagtem soll es aber gefressen und gesoffen haben. Auch ein Wundliegen will er versucht haben zu vermeiden. Eines Tages "hat er mich mit müden Augen angeschaut", sagt er. Er habe noch einen Tag mit dem Anruf beim Tierarzt warten wollen: "Da war er dann aber schon hin." Urteil: Zwölf Monate bedingt und Geldstrafe, Angeklagter wie Staatsanwaltschaft beriefen.

Silvia Schober, Kronen Zeitung

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