Mo, 20. August 2018

Großes Fischsterben

02.03.2017 17:46

40.00 Liter Gülle flossen aus: 600 Euro Geldbuße

Das Unglück nahm seinen Lauf, als ein junger Steirer nach dem Befüllen eines Güllefasses vom Silo wegfuhr, ohne den Schlauch abzukoppeln. 40.000 Liter Mist flossen aus und gelangten so in den Saggaubach. Ein enormes Fischsterben war die Folge. Wegen fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt stand der 19-Jährige am Donnerstag in Graz vor Gericht.

Ja, ich hab das gemacht", gesteht der junge Mann Richterin Andrea Schwinger-Wagner. "Aber nicht absichtlich."- "Ich hab noch gesehen, wie er sich an den Kopf gegriffen hat", erzählt der Landwirt, dem der 19-Jährige beim Gülle-Ausbringen geholfen hat. "Aber da war es schon zu spät. Um das Loch zu schließen, war der Druck einfach zu groß."

"Bekanntes Huchen-Gewässer"
"Der Schaden ist gewaltig", sagt der 85-jährige Besitzer der Fische. "Es war eines der besten und bekanntesten Huchen-Gewässer." - "Es tut mir sehr leid, ich wollte, das wirklich nicht", entschuldigte sich der Südsteirer. "Mir tut es auch leid, ich habe 40 Jahre dafür geopfert."

Die Richterin entscheidet auf Diversion - also ohne eine Verurteilung. 600 Euro Geldbuße und 800 Euro Schadenersatz: "Sie arbeiten brav, sind gut erzogen und ich glaube, dass es ihnen leid tut. Es war halt Pech." Der 19-Jährige war sofort einverstanden - nicht rechtskräftig.

Eva Stockner, Kronen Zeitung

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