Mo, 23. Juli 2018

Zu wenig Frauen

23.10.2006 12:17

Den Doktortitel gibt's im Schnitt mit 31 Jahren

Den Doktortitel gibt's in Österreich im Schnitt mit 31 Jahren. Das zeigt eine Untersuchung der Statistik Austria. Am schnellsten zum Doktor gelangen dabei die Juristen mit einem Durchschnitts-Abschlussalter von 28 Jahren, am längsten brauchen die Theologen mit einem fast schon biblischen Abschluss-Alter von 38 Jahren. Durchschnittlich dauert das Doktoratstudium 6,5 Semester.

Für die Untersuchung wurden nur jene Doktorat-Abschlüsse berücksichtigt, die im zweigliedrigen Studiensystem (Magister-Doktor) als Zweitabschluss erreicht wurden - nicht dabei sind damit vor allem die Mediziner, wo der Doktor-Titel bereits der Erstabschluss ist.

Das Doktorat ist der höchste akademische Bildungsabschluss in Österreich. Laut Mikrozensus 2005 gehört nur weniger als ein Prozent der Wohnbevölkerung über 15 Jahren zu dieser "akademischen Elite". Allerdings steigt die Zahl der Doktorat-Abschlüsse: Schlossen im Studienjahr 1993/94 noch knapp 1.600 Personen ein Doktorat-Studium ab, waren es 2003/04 bereits mehr als 2.400.

Zu wenig Frauen schließen mit Doktortitel ab
Für diese Entwicklung haben vor allem die Frauen gesorgt: Ihr Anteil an den Promoventen stieg zwischen 1993/94 und 2003/04 von unter 30 auf rund 40 Prozent. Damit sind sie allerdings im Vergleich zu ihrem Anteil an den Studienanfängern (57 Prozent) auf der höchsten akademischen Ebene klar unterrepräsentiert.

17 Prozent der Diplomanden schaffen den Doktor
Nach dem Abschluss des Diplomstudiums absolvieren vor allem Veterinärmediziner ein Doktoratstudium: Fast 40 Prozent der Diplomabsolventen dieser Studienrichtung erwerben anschließend auch einen Doktortitel. Auf den Plätzen folgen die Rechtswissenschafter mit knapp 25 Prozent sowie Montanisten, Geistes- und Naturwissenschafter und Absolventen der Bodenkultur. Insgesamt erreichen rund 17 Prozent aller Diplomabsolventen anschließend auch das Doktorat.

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