09.02.2017 16:00 |

Doch noch Rettung?

Marodes Maracana-Stadion soll verkauft werden

Das seit Wochen geschlossene und zunehmend marode Maracana-Stadion in Rio de Janeiro soll rasch verkauft werden. In den nächsten Wochen wolle der Bundesstaat Rio de Janeiro nach harten Verhandlungen eine endgültige Entscheidung treffen, berichtete das Portal "O Globo". Die Wahl über den künftigen Betreiber falle zwischen der französischen Unternehmensgruppe Lagardere und dem Unternehmen GL Events.

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Der derzeitige Betreiber, der in mehreren Ländern Südamerikas in Korruptionsskandale verwickelte Baukonzern Odebrecht, will seine Anteile verkaufen. Die Konzession für das weltberühmte Stadion, in dem Deutschland 2014 Weltmeister wurde, läuft auf rund 30 Jahre. Beide Interessenten fordern zunächst allerdings Klarheit, wer für die zuletzt entstandenen Schäden aufkommt.

Nach den Olympischen Spielen und angesichts von erheblichen Finanzproblemen wurde das Stadion nicht ordnungsgemäß wieder übergeben. Tausende Sitze sind herausgerissen, der Rasen vertrocknet und Scheiben eingeschlagen. Zuletzt wurde wegen unbezahlter Rechnungen sogar der Strom abgedreht.

Der Fußballverband von Rio de Janeiro (Federacao de Futebol do Rio de Janeiro) versucht, über Gerichte einen Spielbetrieb in der Arena wieder zu erzwingen. Eigentlich sollten hier ab 25. Februar die Semifinali der Lokalmeisterschaft Taca Guanabara stattfinden. Doch die bisherige Betreibergesellschaft pocht vor einer Wiedereröffnung auf eine Behebung der Schäden durch das Organisationskomitee von Rio 2016.

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