04.02.2017 17:02 |

Traurige Bilanz

Endgültige "Sperrstunde" für 1800 heimische Wirte

Registrierkassenpflicht, verwirrende Rauchverbotsregelungen der Behörden, schikanöse Endlos-Bürokratie (auch der EU), aber auch Konkurrenz durch unzählige Vereinsfeste - all das beschleunigt in Österreich das dramatische Wirtesterben! Allein im letzten Jahr riefen 1800 Gastronomen die "ewige Sperrstund'" aus.

"Wir werden uns leider vom guten alten Dorfwirtshaus verabschieden müssen. Und damit auch von den Stammtischen, den Herzen unserer kleinen Gemeinden", so Mario Pulker, engagiert-kämpferischer Obmann aller Wirte in der rot-weiß-roten Wirtschaftskammer.

Der Schirmherr der heimischen Gastronomen hat mit Schrecken vor wenigen Tagen die aktuelle "Schank-Sterbestatistik" erhalten - und die spricht Bände: Demnach haben landauf, landab 1800 Betriebe bis Ende Dezember die Zapfhähne für immer trocken gelegt!

Wie überhaupt die Zahl der klassischen Wirte seit 1978 bis Ende vergangenen Jahres um satte 44 Prozent gesunken ist. Laut letzten Erhebungen zählt Österreich etwas weniger als 42.000 Gastronomiebetriebe (Kaffeehäuser inklusive).

Gastrokrise begann bereits 1997
So richtig begonnen hatte diese Gastrokrise 1997 mit der Senkung der Promillegrenze samt Kontrollen und den laufend verschärften Nichtraucherregelungen. Aber auch der dörfliche Strukturwandel (Abwanderung) gilt als Ursache.

Mark Perry und Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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