Neue Erkenntnisse

Hirsche in Oberösterreich per SMS "gestalkt"

Nicht einmal im Wald hat das Wild seine Ruhe: Die Bundesforste ließen 2012 für ein Forschungsprojekt im Nationalpark Kalkalpen 23 Rotwild-Tieren Halsbänder mit GPS-Sendern verpassen. Seither wurden rund 115.000 SMS gesendet. Die Auswertung zeigt, dass beispielsweise Kuh "Lotte" jährlich mehr als 3000 Hektar durchstreift, Hirsch "Willi" hingegen nur 500 Hektar schafft.

Bis zu sieben Mal am Tag sendeten die 23 Rotwild-Tiere über Jahre hinweg ihre Aufenthaltsorte, die dann zu genauen Bewegungsprofilen verarbeitet wurden. Für dieses wissenschaftliche "Stalking" wurde der Nationalpark ausgewählt, weil er die weitläufigste Wildruhezone in Österreich ist und die Bundesforste dort mit etwa 90 Prozent den größten Flächenanteil stellen.

Experte: "Ergebnisse sind erstaunlich"
"Die Ergebnisse sind erstaunlich", sagt ÖBF-Vorstand Rudolf Freidhager: "Es zeigt sich deutlich, dass der Bewegungsradius von Rotwild viel geringer ist, als angenommen. Am aktivsten sind die Tiere in der Dämmerung und nicht, wie von manchen vermutet, in der Nacht." Manche Erkenntnisse bewegen sich allerdings auch auf dem Niveau von "No-na-ned": Zum Beispiel, dass sich jüngere Tiere viel mehr bewegen als ihre älteren Artgenossen.

Ein weiteres Hirsch-Telemetrie-Projekt läuft noch im Nationalpark Donau-Auen.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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