Mo, 20. August 2018

"Krone"-Interview

16.01.2017 17:09

Speed-Sensation Scheyer: "Liebe den Nervenkitzel!"

Erst nach zwei Kreuzbandrissen kam Christine Scheyer in die Speed-Gruppe. Die Zauchensee-Sensation spricht im "Krone"-Interview über ihren kometenhaften Aufstieg und ihre Rolle in der Großfamilie.

"Krone":Christine, du kommst aus Götzis, bist die erste Vorarlberger Weltcupsiegerin seit Anita Wachter 1999. Kennst du sie noch?
Christine Scheyer: Ich kenne sie, aber im Fernsehen habe ich sie nicht gesehen. Da bin ich mit meinen 22 Jahren noch zu jung.

Zauchensee war deine vierte Weltcup-Abfahrt. Bist du selbst überrascht, wie schnell du dich entwickelt hast?
Ja, auf jeden Fall. Das Ziel heuer war, in jedem Trainingslauf einen kleinen Schritt weiterzukommen. Aber dass es so schnell geht, ist schon überraschend.

Dabei kommst du gar nicht aus dem Speed-Lager.
Ich habe bei den Technikerinnen begonnen. Dann hatte ich 2013 und 2015 jeweils einen Kreuzbandriss und bin umgestiegen.

Gab es nach den schweren Verletzungen nie Gedanken an ein Karriere-Ende?
Nein. Sicher waren das Rückschläge. Aber ich bin stärker zurückgekommen.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Eher ruhig. Ich bin sehr ehrgeizig, trainiere im Sommer hart. Und ich bin ein Familienmensch. Ich mache auch in meiner Freizeit viel Sport, gehe gerne shoppen.

Bist du vergeben?
Kein Kommentar.

Du bezeichnest dich als Familienmensch - du kommst ja aus einer Großfamilie.
Ich habe vier Schwestern, die Jüngste ist sechs. Ich war als Älteste immer ein bisschen die Hausfrau. Bei uns geht es immer rund. Bis auf eine, die studiert, sind alle Schwestern zu Hause.

Von wem hast du das Ski-Gen geerbt, von der Mama oder vom Papa, der dich mit seiner Firma auch sponsert?
Weder noch. Es war keiner Rennfahrer. Aber ich bin mit zweieinhalb erstmals auf Skiern gestanden, noch mit dem Schnuller im Mund. Und mein Trainer vom WSV Koblach hat gesehen, dass ich schnell bin.

Wie würdest du deinen Fahrstil beschreiben?
Sehr ruhig. Ein Trainer hat mal gesagt, ich schaue beim Fahren aus, als würde ich einschlafen. Aber ich lasse die Ski einfach laufen. Das macht mich schnell.

Du studierst Wirtschaftswissenschaften, lernst aber auch beim Skifahren schnell, obwohl du noch fast keine Weltcupstrecke kennst.
Das war auch schon im Europacup so. Nach der Besichtigung kenne ich die Strecke meist auswendig.

Man sagt dir nach, du kannst dich im Rennen immer noch steigern?
Die Rennsituation ist was anderes als das Training. Ich liebe den Nervenkitzel, das mag ich brutal gern.

Wie nützt du deinen kurzen Abstecher zu Hause?
Montag habe ich mich im Olympiazentrum Dornbirn durchchecken lassen, geschaut, ob alles passt. Und Dienstag folgt schon wieder die Anreise nach Garmisch.

Herbert Struber, Kronen Zeitung

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