So, 18. November 2018

"Nacht der Schande"

11.01.2017 09:53

Silvester-Sex-Mob nun komplett entlarvt?

Schlag auf Schlag geht es im Fall um die Innsbrucker "Silvesternacht der Schande", in der 18 Frauen sexuell belästigt wurden! Nachdem die Polizei Montag die Ausforschung von sechs tatverdächtigen Afghanen bekannt gegeben hatte, stellten sich Dienstag zwei mögliche Komplizen. Sie streiten die Taten ab, bleiben auf freiem Fuß.

Nach der Veröffentlichung von Überwachungsbildern wurde ihnen die Sache offenbar zu heiß: Dienstag meldete sich das noch gesuchte Duo - ein 19-jähriger Syrer und ein Iraker (30) - freiwillig bei der Polizei. Mit den Sex-Übergriffen wollen die beiden aber nichts zu tun haben. "Die in Unterkünften außerhalb von Innsbruck untergebrachten Asylwerber gaben an, sich zur Tatzeit unabhängig voneinander am Marktplatz befunden zu haben, sie bestreiten aber, in die Vorfälle verwickelt gewesen zu sein", heißt es von Seiten der Polizei. Sie werden, so wie die bereits zuvor gefassten tatverdächtigen Afghanen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, auf freiem Fuß angezeigt.

Apropos "Anzeige auf freiem Fuß": Vier simple Wörter, die spätestens nach den Ereignissen in der Innsbrucker Silvesternacht vielen in Tirol und weit darüber hinaus sauer aufstoßen. "Ein Schlag in das Gesicht jedes einzelnen Opfers", sind sich etwa zahlreiche User auf Facebook einig. Und über das, was sich die 18 betroffenen Frauen dazu denken, ist hier noch gar keine Rede. "Opfer sexueller Belästigung leiden in den meisten Fällen noch lange an den Folgen, die in erster Linie psychischer Natur sind. Immerhin werden dabei Grenzen massiv überschritten, man fühlt sich beschmutzt und herabgewürdigt", wissen Experten.

Nur einer teils geständig

Tatsache ist: Alle acht Verdächtigen - nur einer davon zeigt sich teilweise geständig - wurden gleich nach der Einvernahme wieder freigelassen. Warum? Im Fall der Übergriffe in der Silvesternacht "wurde der Tatbestand der sexuellen Belästigung erfüllt", erklärt Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Mehr als eine Anzeige auf freiem Fuß sei hier nicht vorgesehen. Kommt es zu einem Prozess, drohe den Verdächtigen eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten. Aber bis es dazu kommt, wird noch viel Zeit vergehen. An der Ausreise aus Österreich oder Untertauchen könnten die mutmaßlichen Sextäter also theoretisch bis dahin gar nicht gehindert werden.

Hubert Rauth und Stefan Ruef, Kronen Zeitung

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