Fr, 19. Oktober 2018

Pongauer dick dabei

04.01.2017 10:34

Polster für Jennerbahn-Neubau

Ein klares Bekenntnis für die Region am Königssee leistete Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Genauer gesagt ein 10,5 Millionen Euro schweres Bekenntnis. So hoch fällt die Fördersumme für den Ersatzbau der Jennerbahn aus, die kräftig durch drei Pongauer unterstützt wird.

Von der Dringlichkeit des Vorhabens konnte sich die Ministerin am Dienstag vor Ort gleich selbst ein Bild machen: Knapp eine halbe Stunde benötigen derzeit die zwischenzeitlich in die Jahre gekommenen Zweier-Gondeln von der Tal- bis zur Gipfelstation auf 1800 Metern Höhe. Im Wettlauf um den attraktivsten Wintertourismus eine halbe Ewigkeit. An schneereichen Tagen wie diesen wird der Ansturm so empfindlich ausgebremst - auch wenn der Panoramablick über die Berchtesgadener Alpen die Geduld belohnt.

Hotelier aus Großarl beteiligt
"Bei dem Wetter ist das natürlich ein echtes Zuckerl", beschreibt Aigner die Fahrt im Gespräch mit der "Krone". "Aber es wird auch klar, dass hier investiert werden muss. Die Bahn ist nicht mehr in dem Zustand, wie man es heute gewohnt ist." Großzügige finanzielle Unterstützung kommt neben den Aktionären, die direkt im Talkessel sind, auch aus Salzburg: Peter Hettegger, erfolgreicher Hotelier aus Großarl, sowie zwei weitere Unternehmer aus dem Pongau sind mit 61 Prozent an der Jennerbahn beteiligt.

Michael Emberger, Vorstand der Berchtesgadener Bergbahnen AG dazu: "Wir haben ursprünglich im Rahmen des Gesamtprojekts um eine sehr hohe Förderung angesucht. Aber es war auch für uns überraschend, dass die Summe dann doch so hoch ausgefallen ist", freut er sich bei der feierlichen Übergabe des Förderbescheids, dass alle bei dem Projekt dabei sind. Startschuss für die lang ersehnten Umbauarbeiten fällt im März, im Mai 2018 - rechtzeitig zum touristischen Sommerbetrieb - sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Mit einem Investitionsvolumen von 47,7 Millionen Euro werden die Tal-Mittel- und Bergstation neu gebaut, außerdem wird auf moderne 6er und 10er-Gondeln umgerüstet. Für den Ganzjahres-Tourismus außerdem wichtig: Die Anlage wird barrierefrei . Schneller, weiter, höher: Dank staatlicher Unterstützung ist der bayerische Nachbar gut für die Ski-Zukunft gerüstet.

ANNA DOBLER

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.