ÖBB-Winterfahrplan

Neue Züge, mehr Service, aber Ticketpreise steigen

Wirtschaft
07.11.2016 15:41

Bahnfahren wird in Österreich mit dem neuen Winterfahrplan, der ab 11. Dezember gilt, im Schnitt um 1,6 Prozent teurer. Gleichzeitig sollen neue Züge, mehr Angebot, kürzere Intervalle und ein besserer Service noch mehr heimische Konsumenten zu Zugbenutzern machen - die ÖBB investieren eine Milliarde Euro.

"Die Verbesserungen sollen täglich erlebt werden," erklärt ÖBB-Chef Andreas Matthä. Auf vielen Strecken fahren deshalb modernere Züge mit besseren Sitzen. So sind etwa zwischen Salzburg und Wien nur noch Railjet-Garnituren unterwegs. Im Nah- und Regionalverkehr werden bis Ende des kommenden Jahres 94 neue Cityjets in Oberösterreich, der Steiermark und der Ostregion (VOR) eingesetzt. In den Zügen wird die Surfqualität des WLAN verbessert, auch am besseren Telefonempfang wird weiter gearbeitet.

20 Prozent mehr Sparschiene-Tickets
Der Inlandstarif steigt zwar im Schnitt um 1,6 Prozent, doch Matthä relativiert: "Für 30 Prozent der Bahnnutzer bleiben die Kosten gleich." Künftig kommen um 20 Prozent mehr günstige Sparschiene-Tickets auf den Markt. Diese können dann bis eine Minute (bisher drei Tage) vor der Abfahrt gebucht werden. Vorteilscards werden im kommenden Jahr gleich viel kosten.

Einige Beispiele für den Angebotsausbau:

  • neue stündliche Fahrten zwischen Vorarlberg und Tirol,
  • mehr Direktverbindungen von Kärnten über das Gasteinertal nach Linz und Wien,
  • Erweiterung der S-Bahn in der Steiermark,
  • neues S-Bahnkonzept in Oberösterreich,
  • mehr Direktverbindungen zwischen Graz und dem Flughafen Wien,
  • Verdichtungen der Zugintervalle in der Ostregion.

Geld wird unter anderem auch für die Modernisierung vieler Bahnhöfe (Sicherheit, Barrierefreiheit etc.) und Parkplätze ausgegeben.

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