03.11.2016 14:26 |

Kampf um Masters

Cilic holt sich London-Ticket - Thiem fällt zurück

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem ist Donnerstagmittag im bereinigten "Race" um die Teilnahme am World Tour Finale an die achte Stelle zurückgefallen. Marin Cilic setzte nach dem Titelgewinn in Basel seine Siegesserie fort, indem er beim Pariser Masters-1000-Turnier den Belgier David Goffin im Achtelfinale 6:3,7:6(9) besiegte. Der Kroate ist damit als siebenter Spieler für London qualifiziert.

Cilic ließ mit diesem Viertelfinaleinzug Thiem in der Jahreswertung um 55 Punkte hinter sich und könnte nur noch vom Tschechen Tomas Berdych oder dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga abgefangen werden - aber nicht von beiden, da diese im Paris-Halbfinale aufeinandertreffen würden. Tsonga bestreitet sein Achtelfinale am Donnerstagabend gegen den Japaner Kei Nishikori, Berdych danach gegen den Franzosen Gilles Simon.

Berdych und Tsonga die verbliebenen Konkurrenten
Tsonga wie Berdych sind vor diesen Matches Thiems einzig verbliebene Rivalen um den letzten Platz im Achter-Feld des Saison-Finales. Denn Goffin schied mit der Niederlage gegen Cilic aus dem Rennen aus. Um Thiem abzufangen, müsste Berdych zumindest das Halbfinale erreichen, Tsonga sogar den Titel holen. Hätte der Spanier Rafael Nadal seine Saison nicht vorzeitig beendet, wäre Thiem maximal nur noch erster Ersatzmann.

Für den Niederösterreicher war nach seinem Ausscheiden am Mittwoch gegen den US-Amerikaner Jack Sock am Donnerstag auch im Doppel Endstation. Mit dem Deutschen Philipp Kohlschreiber unterlag der 23-Jährige im Achtelfinale dem Brasilianer Marcelo Melo und dem Kanadier Vasek Pospisil 3:6,4:6. Sollte es für Thiem mit dem London-Ticket klappen, bleiben ihm eineinhalb Wochen, um sein Spiel wieder in Schwung zu bringen.

Wawrinka vor Saisonfinale ausgelaugt
Ebenfalls neue Inputs wird sich Stan Wawrinka holen müssen, nachdem er im letzten Zweitrundenspiel in der Nacht auf Donnerstag dem Deutschen Jan-Lennard Struff nach Vergabe eines Matchballs in drei Sätzen bzw. zweimal im Tiebreak unterlegen war. Dem Schweizer Weltranglisten-Dritten unterliefen in diesem Match nicht weniger als 58 unerzwungene Fehler. Mental und körperlich sei er nicht mehr auf der Höhe, meinte Wawrinka.

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