Bewegender Brief

Gelähmter Italiener fordert Recht auf würdigen Tod

Ausland
25.09.2006 18:45
Piergiorgio Welby leidet an fortgeschrittener, unheilbarer Muskeldystrophie. In einem bewegenden Brief an Italiens Staatspräsidenten Napolitano fordert der gelähmte 60-Jährige das Recht auf einen würdigen Tod, weil er kein "echtes Leben" mehr hat.

"Ich liebe das Leben. Leben ist die Frau, die dich liebt, der Wind in deinem Haar, die Sonne auf deinem Gesicht, ein Spaziergang mit einem Freund. Ich bin weder melancholisch noch depressiv, es erschreckt mich, an das Sterben zu denken." 

"Doch was ich jetzt noch übrig habe, ist kein Leben, nur noch ein sinnloses, hartnäckiges Festhalten an biologischen Funktionen. Mein Körper gehört nicht mehr mir", schreibt Welby. "Der Willen eines todkranken Menschen sollte respektiert werden." 

Der Präsident versicherte sein Verständnis und seine Solidarät und fordert eine öffentliche, ehrliche Diskussion um die Sterbehilfe.

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