Die Wetterkapriolen auf der Halbinsel südlich von Melbourne führten dazu, dass erstmals massiv Boxenstopps sowie Reifen- und auch Motorradwechsel ins Spiel kamen. WM-Leader Nicky Hayden und Rossi fuhren mit Blick auf die Gesamtwertung extrem vorsichtig. Der WM-Zweite Dani Pedrosa fiel immer weiter zurück und rettet als 15. gerade noch einen WM-Punkt.
Umgekehrt lief es bei Rossi. Der Italiener holte Platz um Platz auf und rang in der letzten Kurve auch noch Sete Gibernau nieder, wurde Dritter und machte auf Hayden (5.) fünf statt nur zwei Punkte wett. Vor den letzten drei Rennen in Japan, Portugal und Spanien hat der Superstar 21 Punkte Rückstand auf den Amerikaner.
Vorzeitiger WM-Sieg für Bautista
Während in der 250er-Klasse Jorge Lorenzo mit seinem 8. Saisonsieg den WM-Vorsprung auf Andrea Dovizioso (4.) auf 24 Punkte ausbaute, ist in der 125er-Klasse der WM-Titel vorzeitig vergeben. Der 21-jährige Spanier Bautista, der nur vor dem finnischen KTM-Piloten Mika Kallio ins Ziel hätte kommen müssen, sicherte sich seinen ersten Titel und feierte in dem wegen vieler Stürze auf 15 Runden verkürzten Rennen vor Pole-Mann Kallio seinen 7. Saisonsieg.
Ranseder bleibt punktlos
Bei 79 Punkten Vorsprung ist Aprilia-Pilot Bautista, der damit in die Fußstapfen seiner Landsleute Angel Nieto, Jorge Martinez, Alex Criville, Emilio Alzamora und Daniel Pedrosa tritt, nicht mehr einzuholen. Für Kallio war es der 6. zweite Platz in dieser Saison. Michael Ranseder (KTM) belegte in seinem ersten Australien-GP Platz 20 und blieb erneut punktlos.
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