25.03.2003 18:07 |

AK warnt

Boom bei Nepp-Geschäften

Die Schmäh-Geschäfte, mit denen manche Firmen auf Kundenfang gehen, werden immer ausgekochter und die Verstöße gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nehmen zu. Die AK kündigt ein verstärktes Vorgehen gegen die zunehmenden Verstöße an.
Meist sind das Fälle gegen Irreführung,zB. Lockvogelangebote, irre führende Angaben über Preise,Vorräte, etc. und vor allem alle "Handlungen, die gegen dieguten Sitten verstoßen", darunter fallen Gesetzes- und Vorschriftenverletzung,der Kundenfang durch Täuschung, Nötigung und auch Belästigung.
 
Die Unternehmen verstecken sich geschickt hinternicht existierenden Postfächern. Einige Firmen haben nachAK-Klagen mit ihren Nepp-Geschäften aufgehört, manchekommen wieder unter einem anderen Namen auf den Markt. Auch Anbieteraus dem EU-Ausland treten verstärkt auf.
 
Schlankheitspillen & Co
Das Geschäft mit den Schlankheitsmitteln boomt.Gerade vor dem Sommerurlaub wollen viele KonsumentInnen eine Bikinifigur,und das ist für findige Unternehmer das Geschäft. EineMonatsration dieser Kapseln kostet jedenfalls über 70 Euround gezahlt wird im Voraus oder per Nachnahme.
 
Aber: In Österreich ist der Versandhandelmit Verzehrprodukten laut Gewerbeverordnung verboten. Dieses Verbothat auch der Verfassungsgerichtshof in einem von der BAK eingebrachtenUWG-Verfahren bestätigt.
 
Gewonnen!
Immer mehr Haushalte bekommen "Gewinnverständigungen"zugeschickt, obwohl sie nie an einem Gewinnspiel teilgenommenhaben. Um den Gewinn anfordern zu können, muss man immeröfter eine kostspielige Telefonnummer anrufen, dazu kommennoch zusätzliche Kosten für die Gewinnanforderung, diebis zu 50 Euro betragen können. Im Klein gedruckten - meistauf der Kuvertinnenseite des Briefes - steht dann, dass man eigentlichnoch nicht gewonnen hat, sondern erst an einer Gewinnziehung teilnehmenmuss.
 
Irre führende Kredite
Kreditvermittler werben oft mit nicht nachvollziehbarenKreditbeispielen, sagt AK Expertin Ulrike Ginner. Bei diesem Beispielist eine Kreditrückzahlung bei einer großzügigangenommenen Dauer von 15 bis 20 Jahren gar nicht möglich.Der Konsument muss bei dem "Vorher-Nachher" Beispiel mit einerdoppelten Laufzeit rechnen, ohne dass er darüber aufgeklärtwird.
 
AK-Klagen erfolgreich
Insgesamt hat die AK in den beiden letzten Jahren26 Klagen und 7 Exekutionen gegen Versandfirmen und Unternehmennach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb eingebracht. Davonwurden 22 Verfahren erfolgreich abgeschlossen.
 
In der Linkbox findest du wertvolle Tipps der AK,damit man nicht in die Irre geführt wird!
 
 
 
 
 
 
 
Donnerstag, 24. Juni 2021
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