Pumper begriff unmittelbar nach ihrem Ausstieg nicht recht, was da vor sich gegangen war: "Ich habe nichts mehr gesehen, keine Anzeigentafel, ich weiß auch nicht, wann genau ich aufgehört habe", meinte sie fassungslos. Den Entschluss, das Rennen nicht zu beenden, fasste sie, als sie überrundet wurde. "So wollte ich nicht ins Ziel laufen."
Pumper hatte sich spät zu einem EM-Start entschlossen, sie wollte in Hinblick auf den Berlin-Marathon einen guten 10.000-m-Test absolvieren. Die Erkenntnis: "Wäre das mein Saisonhöhepunkt gewesen, wäre es ein Desaster. Ich bin den Heldentod gestorben", sagte die auf den Marathon umgestiegene Athletin.
Spitzl knapp ausgeschieden
Eine gute taktische Vorstellung lieferte Daniel Spitzl ab. Der 23- Jährige wurde in seinem 1.500-m-Heat in 3:46,08 Minuten Zwölfter und war damit schneller als der Sieger des ersten Laufs, der Ukrainer Iwan Heschko. Auf Grund der Aufstiegsregel - Top Vier jedes Laufs plus die weiteren vier Zeitschnellsten - ist der Österreicher dennoch nicht im Finale der Top 12 mit dabei.
"Schade, das war der ideale Lauf, um ins Finale zu kommen, ich habe nichts daraus gemacht. Auf den letzten 100 Metern ist mir der Stoff ausgegangen", sagte Spitzl.
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