06.08.2006 18:42 |

Schwimm-EM

Rogan nicht im Finale auf 400 Meter Lagen

Kurzbahn-Europarekordler Markus Rogan ist bei der Langbahn-Schwimm-EM in Budapest auch am Tag nach Platz vier über 200 m Rücken kein Erfolgserlebnis vergönnt gewesen. Der 24-Jährige verpasste am Sonntag über 400 m Lagen als Vorlauf-Zehnter das Finale der Top Acht um 76/100 Sekunden, in 4:22,00 Minuten verfehlte er seinen österreichischen Rekord vom EM-Finale 2004 in Madrid um 4,25 Sekunden.

Der Vize-Europameister über 100 m Rücken war freilich unter erschwerten Bedingungen unterwegs. Einerseits regnete es während der Session wieder sehr stark, wodurch die meisten Aktiven hinter ihren Bestleistungen blieben. Zum anderen musste Rogan ein einsames Rennen schwimmen. Da er auf dieser Strecke in den vergangenen zwölf Monaten nicht genannt hatte und daher keine Nennzeit stehen hatte, schwamm er mit den Schwächsten.

Nur einen einzigen direkten Konkurrenten hatte Rogan da, den er auch besiegte. „Man sieht, ich kann also doch noch gewinnen“, meinte er mit Galgenhumor. „Aber für das Finale geht sich das nur aus, wenn sich Acht streichen lassen und sich Zwei die Beine brechen.“ Schließlich klappte es auf der Strecke, für die der vierfache Vize-Weltmeister in dieser Saison nie speziell trainiert hat, aber dann fast doch noch mit den Finaleinzug.

Auch Dominik Dür (15.), Dinko Jukic (21.) und Sebastian Stoss (28.) verpassten den Einzug ins Lagen-Finale. Einen für sie schönen EM-Abschluss legte Jördis Steinegger hin, über 400 m Kraul löschte die Steirerin in 4:17,82 Minuten ihre Ende April beim Wiener Austria- Meeting gesetzte Bestzeit um 53/100 aus. Das reichte zu Platz 17.

DIE ERGEBNISSE VOM SAMSTAG...

Bei den Damen sicherte sich Kristin Balfour den Sieg über 200 Meter Brust. Die Britin feierte am Freitag in Budapest in 2:25,66 Minuten einen ungefährdeten Sieg. Die zweitplatzierte Ukrainerin Julija Pidlisna lag 2,76 Sekunden zurück. Bronze ging wie über 100 m Brust an die ungarische Lokalmatadorin Agnes Kovacs. Im Semifinale über 200 m Kraul setzte Laure Manaudou ihre beeindruckende Serie fort, die Französin zog als Schnellste ins Finale ein.

Magnini gewinnt Königsdisziplin
Magnini fixierte seinen Sieg 100 Meter Kraul erst auf den letzten Metern. Bei der Wende war er nur an siebenter Stelle gelegen, rollte dann aber das Feld von hinten auf und gewann in 48,79. "Die Zeit ist nicht so gut, aber wichtig ist die Titelverteidigung. Der zweitplatzierte Schwede Stefan Nystrand lag 12/100 zurück und war ebenso zufrieden wie der "bronzene" Niederländer Pieter van den Hoogenband.

Prilukow darf sich zum dritten Mal en suite Europas König im Kraul-Marathon nennen. In 14:51,93 Minuten drückte er den neun Jahre alten EM-Rekord des Italieners Emiliano Brembilla um 6,72 Sekunden. Silber und Bronze gingen an die Franzosen Sebastien Rouault und Nicolas Rostoucher.

Pech für Nadarajah
Fabienne Nadarajah hat hingegen am Freitag ihr erstes Finale über die Rückenlage bei einem Schwimm-Großereignis verpasst. Die Wienerin schlug bei den Langbahn-Europameisterschaften in Budapest im Semifinale über 50 m Rücken in 29,56 Sekunden als Gesamt-14. an, womit ihr 22 Hundertstel auf das Finale fehlten. Beim Start hatte die 21-Jährige allerdings Pech, sie rutschte mit dem linken Bein ab 

Über 50 m Kraul musste sie nach der Vorlaufleistung von 25,94 Sekunden in ein Stechen gegen die Finnin Hanna-Maria Seppälä um den letzten Semifinalplatz und verlor es in 25,96 um 14/100.

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