Trotz 2:1-Erfolg

Bale tobt nach Clasico: “Konnte es nicht glauben!”

Sport
04.04.2016 14:16

Während Barcelona-Trainer Luis Enrique die bittere 1:2-Heimniederlage im "Clasico" mit einem nüchternen "Dieses Spiel existiert nicht mehr" quittiert hat, sieht Real-Stürmer Gareth Bale gar neue Chancen im Kampf um die spanische Meisterschaft. "Wenn wir daran glauben, können wir es noch schaffen", meinte der Waliser. Sein Coach Zinedine Zidane erhielt viel Lob für sein taktisches Konzept. Mit der Schiedsrichterleistung war der Flügelstürmer allerdings gar nicht zufrieden. Die Highlights der Partie sehen Sie oben im Video.

In der 80. Minute erkannte der spanische Referee einen Kopfballtreffer von Bale zu Unrecht ab. Er soll sich im Zweikampf mit dem kleineren Jordi Alba aufgestützt haben, behauptete der Unparteiische. "Ich konnte es nicht glauben, dass er das Tor abgepfiffen hat. Der Schiedsrichter sagte mir, dass ich ihn gestoßen habe, aber das habe ich nicht. Ich bin eben größer", beteuerte Bale.

Die Chancen auf den Meistertitel sind seiner Meinung nach noch intakt: "Wenn wir die Liga gewinnen wollen, mussten wir dieses Spiel gewinnen. Auch wenn wir in der Tabelle weit entfernt sind, war es schön, sie zu bezwingen. Wir haben immer gespürt, dass wir Barcelona über das Konterspiel schlagen können, auch mit zehn Mann. Wir haben ans uns geglaubt und arbeiteten hart an unserer Physis. Das ist ein Schub für das Finale der Saison", so der 26-Jährige nach dem Triumph.

Zidane von seiner Mannschaft begeistert
Seine Freude über das geglückte "Clasico"-Debüt in der Trainerrolle konnte Coach Zidane nicht verhehlen. "Wir hatten am Anfang Probleme, aber das ist normal, denn hier ist es schwer zu spielen", sagte der 43-Jährige. "Hier zu gewinnen, ist eine große Belohnung für alle unsere Spieler, weil sie eine enorme Leistung gezeigt haben. Nur wenige Teams gewinnen hier."

Zidane zog offenbar die richtigen Schlüsse aus dem ersten Saison-Clasico, als Real im November noch unter seinem Vorgänger Rafael Benitez mit 0:4 unterging. Im Mittelfeld zog er den defensiveren Casemiro anderen Varianten vor und brachte so die Offensivmaschine der Katalanen ins Stottern. Der Traumsturm um Luis Suarez, Lionel Messi und Neymar konnte seine Klasse nicht wie gewohnt ausspielen.

Die französische "L'Equipe" bejubelte die Taktik des Trainer mit der Schlagzeile "Super Zidane", und auch die spanische "Marca" zollte dem "Weißen Ballett" auf ihrer Titelseite Respekt: "Los Blancos gaben nicht auf und eroberten das Nou Camp".

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