Mo, 20. Mai 2019
15.03.2016 19:11

15 Jahre Haft

Freundin im Rausch getötet

Es war ein langes Verfahren - jetzt ist das Urteil endgültig: Manfred K. (46) muss wegen Mordes an seiner Freundin für 15 Jahre in Haft. Das hat das Berufungsgericht am Dienstag am Landesgericht in Salzburg entschieden. Der Kranfahrer hatte im Dezember 2013 in Neukirchen im Rausch seine Freundin so fest geschlagen, dass sie starb. K. sprach dagegen immer von einem Unfall.

Es war einen Tag vor Weihnachten, da gerieten die gleichaltrige Freundin und Manfred K. - immerhin 18 Mal vorbestraft, allein 13 Delikte sind einschlägig - nach einer Zechtour in Streit. Dabei schlug K. auf sie ein, die Frau stürzte auf den Boden und schlug mit dem Hinterkopf auf. Sie starb vier Tage später an einer Gehirnblutung.

Es folgte ein Verfahrensmarathon: Eine erste Anklage wegen "Körperverletzung mit tödlichem Ausgang" wurde im Juli 2015 von einem Schöffen-Senat mit einem Unzuständigkeitsurteil abgefertigt. "Ein Tötungsvorsatz kann nicht ausgeschlossen werden", hieß es nach Erörterung der Gutachten. Der Oberste Gerichtshof bestätigte diese Entscheidung, die Staatsanwaltschaft brachte also eine Anklage wegen Mordes ein. Im April 2015 tagte also ein Schwurgericht. Mit 6:2 Stimmen entschieden die Geschworenen: Es war Mord. K. bekam 15 Jahre Haft aufgebrummt.

Ankündigung für Wiederaufnahmeantrag
Ein Schuldspruch, den der Oberste Gerichtshof auch bestätigte. Am Dienstag verhandelte der Berufungssenat (Vorsitz Richter Karl Bergmayr) daher nur mehr um die Höhe der Strafe - und sah keine Milderungsgründe diese zu reduzieren. Die 15 Jahre Haft für Manfred K. sind somit rechtskräftig. K. sprach erneut von einem Unfall, beteuerte, dass er sie nicht töten wollte. Und kündigte in der Verhandlung an, einen Wiederaufnahmeantrag zu stellen.

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