Bei seinem Start-Ziel-Sieg mit 270 Schlägen (67+65+71+67) vor 250.000 Zuschauern auf dem Par-72- Dünenkurs im mondänen Bad Hoylake nahm der Tiger wieder die Spur des legendären "Golden Bear" Jack Nicklaus auf. Der Amerikaner hat in seiner Karriere bisher unerreichte 18 Major-Titel gesammelt und beim Abschied 2005 Woods schon als Erbe "geadelt".
Während der Österreicher Markus Brier nach seinem hauchdünn verpassten Cut mit 144 Schlägen auf Rang 71 das Duell der Giganten nur noch vor dem Fernseher verfolgte, hatte Woods der Weltelite bei seinem vierten Sieg in diesem Jahr die Grenzen aufgezeigt. Landsmann Chris DiMarco (272) kam nach hartem Duell auf Platz zwei im Kampf um die "Silberne Rotweinkanne" (Claret Jug) vor Ernie Els (275/Südafrika). Woods ist der erste Spieler seit 23 Jahren (Tom Watson 1983), der das älteste und prestigereichste Golfturnier der Welt zweimal in Folge gewonnen hat.
Vorentscheidung am fünften Grün
Der vorentscheidende Schlag gelang Woods mit einem Eagle am fünften Grün, auf dem er sich um drei Schläge absetzen konnte. Nach seinem ersten Bogey der Runde am zwölften Grün wackelte der Kalifornier. Landsmann DiMarco konterte auf 14 unter Par und war nur noch einen Schlag entfernt. Aber prompt legte der Spitzenreiter mit drei Birdies in Serie nach und ließ nichts mehr anbrennen.
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